Anerkennungspreis für die Hüterin der Handstickerei

Für ihr langjähriges Engagement zu Gunsten der Appenzeller Handstickerei ist Verena Schiegg mit dem Anerkennungspreis der Stiftung Pro Innerrhoden ausgezeichnet worden.

  • Verena Schiegg nimmt den Anerkennungspreis von Stefan Sutter entgegen. (Bild: zVg)

    Verena Schiegg nimmt den Anerkennungspreis von Stefan Sutter entgegen. (Bild: zVg)

Die Stiftung Pro Innerrhoden überrascht in unregelmässigen Abständen Menschen, die sich besonders um das kulturelle Leben im Kanton verdient machen. Am Mittwoch, 15. Mai, ist der Preis an die Handstickerin Verena Schiegg verliehen worden. Die Verleihung fand im Rahmen der monatlich durchgeführten Handstick-Stobede im Museum Appenzell statt. Die Handstick-Stobede ermöglicht den Stickerinnen das gemeinsame Üben, Sticken und Austauschen. Verena Schiegg begleitet die Frauen bei der Arbeit.

Rund 40 Gäste überraschten am Mittwoch die Preisträgerin mit ihrer Anwesenheit. Übergeben wurde der Preis durch den Stiftungsratspräsidenten der Stiftung Pro Innerrhoden, Stefan Sutter. Engagement, Kontinuität, Wissen, Technik, Freude und der Umgang mit Material und Menschen bezeichnete Sutter als Antriebsfeder ihres Wirkens.

Verena Schiegg erhielt den Preis in Würdigung und Anerkennung ihrer grossen Verdienste für die Innerrhoder Handstickerei. Vor 40 Jahren hat sie begonnen, sich der Appenzeller Handstickerei zu verschreiben, seit 30 Jahren zeigt sie ihr Handwerk im Museum Appenzell. Seit 2003 gibt Verena Schiegg auch Handstickkurse und ist in den vergangenen Jahren zur ersten Anlaufstelle für Neuanfertigungen und Reparaturen des aufwendig bestickten «Schlottechrage», des Prunkstücks der Innerrhoder Festtagstracht, geworden. Mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement leistet Verena Schiegg einen wertvollen Beitrag zum Erhalt eines wichtigen Appenzeller Kulturguts. Ihr kontinuierliches Wirken, ihr handwerkliches Können und der Wille, ihr Wissen weiterzugeben, zeichnen sie aus.

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