Anerkennungspreis als Motivation für zukünftiges Wirken

Anlässlich der Hauptversammlung der Kulturbühne Gais vom vergangenen Mittwoch überbrachte Gemeinderätin Michaela Tanner nicht nur Grüsse und Glückwünsche des Gaiser Gemeinderats, sondern auch den Anerkennungspreis 2024.

  • Zur Freude des Publikums spielten Ensembleleiter ein Konzentrat des Musikprojekts zum Gaiser Gemeindejubiläum (2022) «So [oder so] tönt Gais».  (Bilder: Monica Dörig)

    Zur Freude des Publikums spielten Ensembleleiter ein Konzentrat des Musikprojekts zum Gaiser Gemeindejubiläum (2022) «So [oder so] tönt Gais». (Bilder: Monica Dörig)

  • Fernando Ferrari (links) übergab das Präsidium der Kulturbühne Gais nach 17 Jahren an Harald Stoller.

    Fernando Ferrari (links) übergab das Präsidium der Kulturbühne Gais nach 17 Jahren an Harald Stoller.

  • Verstärken den Vorstand der Kulturbühne Gais: Elsbeth Alder, Albert Pfiffner und Andrea Weibel (in Abwesenheit gewählt).

    Verstärken den Vorstand der Kulturbühne Gais: Elsbeth Alder, Albert Pfiffner und Andrea Weibel (in Abwesenheit gewählt).

Mit dem mit 1000 Franken dotierten Anerkennungspreis werde nicht nur das Geleistete gewürdigt, sondern er sei «explizit als Motivation, weiterzumachen und das kulturelle Leben in Gais weiterhin aktiv mitzugestalten» gedacht, führte die zuständige Gemeinderätin Michaela Tanner aus. Sie überreichte dem neu gewählten Präsidenten Harald Stoller einen «bunten, etwas wilden» Blumenstrauss als Symbol für ein farbenfrohes, abwechslungsreiches Programm in den kommenden Jahren.

Der Anerkennungspreis der Gemeinde wurde – bis die Coronapandemie eine Pause verursachte – an mehrere Personen oder Institutionen verliehen, die sich für das kulturelle Leben in der Gemeinde Gais einsetzten. Dass der Preis für zukünftige Beiträge an das vielfältige Dorfleben überreicht wird, ist einzigartig. Die Kulturbühne Gais organisiert jährlich sechs bis acht Veranstaltungen für breite Interessensgruppen unter dem Motto «Neugierig – Lebendig – Grenzenlos». «Gemeinderat und Kulturkommission Gais danken dem verdienstvollen Team der Kulturbühne Gais um den ganzen Vorstand und vielen anderen für ihren Einsatz für die Bereicherung des kulturellen Lebens in Gais und gratuliert zum Kulturpreis ganz herzlich», schreibt die Gemeindeverwaltung heute in einer Medienmitteilung.

Nach intensiver Suche konnten neue Leute für die Kulturbühne Gais gefunden werden: Fernando Ferrari übergab am letzten Mittwoch das Präsidium an Harald Stoller; die Aufgaben der Vorstandsmitglieder werden auf mehr Schultern verteilt. Neu dazugestossen sind Andrea Weibel (Medien), Elsbeth Alder(Programm) und Albert Pfiffner (Aktuar). Letzterer ersetzt Uli Scherrmann, den ebenfalls zurückgetretenen langjährigen Aktuar und für die Öffentlichkeitsarbeit Verantwortlichen. Sie wurden mit grossem Aufatmen und Applaus begrüsst. Für drei Jahre wieder gewählt wurden Cecilia Sousa-Poza (Finanzen), Petra Hermann (Jugendprogramm) und Roland Lussmann (Technik).

Zur HV gehört jeweils ein Rahmenprogramm und eine Einladung zum Znacht: Es gab in der «Krone» in Gais ein köstliches Pastabuffet und ein Konzentrat aus dem bisher grössten Projekt der Kulturbühne: Für das Gemeindejubiläum 750 Jahr Gais hatten Fernando Ferrari und Jürg Hochuli («Kultur am Platz») eine musikalische Gemeindegeschichte in Auftrag gegeben. Komponiert und zusammengesetzt hat sie Jürg Surber. Umgesetzt wurde sie mit verschiedenen Ensembles von Klassik bis Rock-Pop, besetzt mit Profis und Laien aus der Region. Die Uraufführung am 7. September 2022 war für Zuhörende wie Mitwirkende ein unvergessliches Ereignis. Nachdem die Traktanden der Hautversammlung abgehandelt waren, kredenzten Jürg Surber am Kontrabass, Sprecher und Trompeter Markus Schai sowie die Ensembleleiter Charly Baur (Klarinette), Martin Frischknecht (Geige) und Thomas Länzlinger (Trompete, Alphorn) ein Potpourri aus «So [oder so] tönt Gais». Die Freude daran war im Publikum erneut gross.

Abschied und Dank an Fernando Ferrari hat Uli Scherrmann in gereimter Form mit Humor gespickt vorgetragen. Das Organisieren liege ihm im Blut. Und « … alles wär nicht passiert, wenn nicht auch Edith mit Liebe engagiert … », wurde auch seiner unterstützenden Ehefrau gedankt. Von der Lesegesellschaft Bühler, mit der die Kulturbühne in den vergangenen Jahren sporadisch und erfolgreich zusammengespannt hat, überbrachte Simone Tischhauser ebenfalls Geschenke und Dankesworte, auch «für die bereichernde freundschaftliche Zusammenarbeit» mit Uli Scherrmann.

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  • (Bild: Archiv/a24)

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