Alder-Stobede im Roothuus Gonten

Wie bringt man einen Alder-Musiker der vierten Generation zum Singen? Dieses und weitere Müsterchen aus der Familiengeschichte erfuhren die Teilnehmer der Alder-Stobede vom letzten Freitag.

  • Die Familie Alder gemeinsam auf der Bühne im Roothuus Gonten. (Bild: zVg)

    Die Familie Alder gemeinsam auf der Bühne im Roothuus Gonten. (Bild: zVg)

Im Rahmen einer Partnerveranstaltung zur Sonderausstellung «Urnäscher Striichmusig» des Brauchtumsmuseums Urnäsch trafen sich am vergangenen Freitag Liebhaber der Appenzeller Volksmusik im Roothuus Gonten zur Alder-Stobede. In der vollbesetzten Stube wurde musiziert und gefeiert.
Viele Koryphäen der Volksmusik rund um den Alpstein griffen zu ihren Instrumenten und brachten das Roothuus zum Klingen und Schwingen.

Drei Alder-Generationen vereint

Aus der vierten Generation der «Aldere» waren Walter und Noldi anwesend. Die fünfte Generation war vertreten durch Susanne Rempfler-Alder und Michi Bösch und aus der sechsten Generation unterstützte der junge Beni Rempfler seine Verwandten am Klavier.

Nach dem konzertanten Start durch die Mitglieder der Alder-Dynastie spielten anschliessend in wechselnder Besetzung Toggenburger und Appenzeller Gäste in bewährter Stobede-Manier. Neben traditionellen Stücken waren auch einige Kompositionen von anwesenden Musikanten zu hören.
Zu leicht vorgerückter Stunde erzählte dann Noldi Alder – mit Violinbegleitung und unterstützt von seiner Frau Susanne – mit viel Schalk einige Müsterchen aus der Familiengeschichte. Und genau da erfuhr man schliesslich, wie ein über den Kopf gehauener Suppenteller die vierte Generation der «Aldere» zum Singen brachte. Wahr oder nicht? Spannend und unterhaltsam war es allemal.

Ausstellung noch bis am 30. Oktober

Virtuose und schöne Melodien sowie unverhoffte, spannende und phantasievolle Begleitpassagen begeisterten. Die Freude am ungekünstelten und spontanen Zusammenspiel ergriff Musizierende und Hörerschaft gleichermassen – ein rundum gelungener Abend also.

Die Ausstellung im Brauchtumsmuseum Urnäsch dauert übrigens noch bis zum 30. Oktober.

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