Abstimmung über regionale Sozialhilfebehörde mit Sozialamt

Die Gemeinden Grub AR, Heiden und Rehetobel streben ab 2024 eine Zusammenarbeit im Sozialhilfebereich an. Die dafür benötigte Vereinbarung kommt am 22. Oktober 2023 zur Abstimmung.

  • (Symbolbild: Bigstock)

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Die Sozialhilfe verlangt immer bessere Fachkenntnisse auf Stufe der Gemeinden. Geringe Fallzahlen verunmöglichen jedoch eine sach- und kostengerechte Sozialhilfe, da das notwendige Fachpersonal nur schwer rekrutiert werden kann. Mit einem Zusammengehen kann eine «kritische Masse» geschaffen werden, die eine effektive und effiziente Betreuung der Fälle sicherstellt, schrieben die drei beteiligten Gemeinden in einer gemeinsamen Mitteilung.

Zusammenarbeit

Vor diesem Hintergrund haben die Gemeinden Grub AR, Heiden und Rehetobel ab 2022 Gespräche geführt. Die drei Gemeinden streben ab 2024 eine regionale Zusammenarbeit an. Das gemeinsame Sozialamt soll seinen Sitz in Heiden haben. Gleichzeitig soll eine klare Aufgaben- und Verantwortungsteilung zwischen Sozialhilfebehörde und Sozialamt erfolgen: Die geplante Sozialhilfebehörde beaufsichtigt das Sozialamt, erteilt diesem Vorgaben und ist die erste Rechtsmittelinstanz. Das Sozialamt ist für die Behandlung der Fälle nach Vorgaben zuständig ist. Die Kosten für die Einzelfälle werden – wie bisher – von den betroffenen Gemeinden getragen, hiess es in der Mitteilung weiter.

Abstimmung

Die Vereinbarung für eine gemeinsame Sozialhilfebehörde unterliegt dem obligatorischen Referendum und wird der Stimmbevölkerung der drei Vertragsgemeinden am 22. Oktober 2023 zur Genehmigung unterbreitet. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger findet am Mittwoch, 27. September, 19.30 Uhr, im Kursaal Heiden eine öffentliche Informationsveranstaltung statt.
Die Gemeinderäte der beteiligten Gemeinden sind davon überzeugt, dass mit dem Abschluss der Vereinbarung eine zukunftsgerechte Basis geschaffen wird und freuen sich auf die erweiterte nachbarschaftliche Zusammenarbeit.

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