93’829 Franken für Ausserrhoder Kulturförderung

Das Departement Bildung und Kultur hat von Juni bis Oktober 2023 für 37 Gesuche 93’829 Franken gesprochen. Die geförderten Projekte werden im Kulturblatt «Obacht Kultur» Nr. 47, das in diesen Tagen verschickt wird, einzeln aufgeführt.

  • Beim Begriff «Archäologie» wird meist an traditionelle Funde gedacht. Heute fällt aber auch Kulturgut aus zeitgeschichtlichen Kontexten in die Zuständigkeit von Archäologie, so etwa zerbeulte und angeschmolzene Kleinteile eines 1944 in Wienacht abgestürzten Flugzeugs. (Bild: zVg)

    Beim Begriff «Archäologie» wird meist an traditionelle Funde gedacht. Heute fällt aber auch Kulturgut aus zeitgeschichtlichen Kontexten in die Zuständigkeit von Archäologie, so etwa zerbeulte und angeschmolzene Kleinteile eines 1944 in Wienacht abgestürzten Flugzeugs. (Bild: zVg)

Der Regierungsrat nahm von den Entscheiden Kenntnis, die das Departement Bildung und Kultur in der Zeit von Juni bis Oktober 2023 in eigener Kompetenz gefällt hatte. Im Ganzen wurden 50 Gesuche behandelt, wovon 37 Projekten eine Unterstützung in der Höhe von insgesamt 93’829 Franken gewährt wurde. Die detaillierte Liste sowie nähere Angaben sind im neuen «Obacht Kultur» nachzulesen. Die aus dem Kulturfonds geförderten Projekte tragen dazu bei, die «kulturelle Streusiedlung» als charakteristisches Merkmal des Kulturlebens im Kanton Appenzell Ausserrhoden zu erhalten und zu stärken, heisst es in der Mitteilung der Kantonskanzlei. Durch die geförderten Projekte entstehe ein inspirierendes Spannungsfeld zwischen Volkskultur und zeitgenössischen Kunstformen, und sie ermöglichten vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen die Auseinandersetzung mit und Teilhabe an Kultur.

Das neueste «Obacht Kultur» widmet sich einem bisher kulturpolitisch eher unbeschriebenen Blatt: dem Kulturerbe. Neben den kantonal geführten Kulturerbeinstitutionen Denkmalpflege, Kantonsbibliothek und Staatsarchiv kümmern sich unzählige private Akteurinnen und Akteure um dieses weite Feld. Bislang fehlen eine übergeordnete Strategie und entsprechende Koordination der einzelnen Aktivitäten. Der Regierungsrat möchte in Zukunft dem Kulturerbe mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen und hat im Regierungsprogramm 2024 – 2027 ein entsprechendes Ziel formuliert. Als Start dazu erscheint nun ein «Obacht Kultur», dass sich politisch unbekümmert zum Thema Kulturerbe in seiner ganzen und möglichen Breite äussert.

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