73 junge Menschen aus dem Appenzellerland sind seit vier Wochen in der Rekrutenschule

Derzeit werden 73 Rekruten aus dem Appenzellerland zu Soldaten ausgebildet. 19 Innerrhoder und 54 Ausserrhoder erwarten in der Regel den 17. Mai als Tag ihrer Entlassung nach der 18-wöchigen Rekrutenschule (RS).

  • Seit dem 24. Februar 2022 ist vielen der Sinn und Zweck unserer Schweizer Armee wieder bewusst. (Symbolbild: Bigstock)

    Seit dem 24. Februar 2022 ist vielen der Sinn und Zweck unserer Schweizer Armee wieder bewusst. (Symbolbild: Bigstock)

Seit gut zwei Jahren wissen die jungen Menschen, welche die Rekrutenschule absolvieren – die männlichen Wehrpflichtigen und die weiblichen Wehrwilligen –, präziser, worauf sie sich einlassen: In Europa ist Krieg. Zwei Ausserrhoder werden so beispielsweise bis zum 21. Juni in der Grenadierschule in Isone ausharren.

Nach Phase drei Soldat

Die Ausbildung der Rekruten ist in vier Phasen aufgebaut: 1. Allgemeine Grundausbildung: Drill an der Waffe und mit der persönlichen Ausrüstung, auch Grundkenntnisse im Sanitätsdienst. 2. Erweiterte Grundausbildung: Hier geht es um die Ausbildung an den spezifischen Waffen, denen sie in der Rekrutierung zugeteilt wurden. 3. Funktionsausbildung: Hier wird das waffengattungsspezifische Handwerk vertieft und gedrillt. Die Übergänge zwischen den Phasen sind fliessend. Sind sie abgeschlossen, wird aus dem Rekruten ein Soldat. Dieser muss in der letzten Phase, der Verbandsausbildung, das Gelernte während einer Verlegung im Truppenverband umsetzen. Hier muss «sich der einzelne Angehörige der Armee (AdA) als Teil des Ganzen verstehen lernen, um seine Aufgabe erfüllen zu können», heisst es auf der Website des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

21 machen auch Sprachaufenthalt

Nebst den beiden Ausserrhoder Grenadieren muss sich der junge Mensch aus Ausserrhoden, der die Sanität-RS in Airolo absolviert, im italienischsprachigen Landesteil bewegen. 18 Appenzeller AdAs werden in der Romandie ausgebildet (darunter vier Innerrhoder) und könnten ihr Schulfranzösisch gezielt ausbauen. Die grössten Ansammlungen von Appenzellern finden sich mit elf Rekruten in der Infanterie-RS in St. Gallen (davon vier aus Innerrhoden), zehn in der Genie-RS in Brugg (davon fünf aus Innerrhoden) und acht in Romont in der Verkehrs- und Transportschule 47. Zwei Ausserrhoder sind in der Artillerie- und Aufklärungsschule 31 in Bière eingeteilt, wo die Armee die Wehrschau «Defense 2025» aus Spargründen abgesagt hat.

Besuchstage der Rekrutenschulen: https://www.vtg.admin.ch/de/aktuell/agenda/besuchstage.html

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