57 Schwerkranke oder Sterbende betreut

Als Einstimmung auf die Hauptversammlung des Hospiz- und Entlastungsdienstes Appenzell Ausserrhoden durfte Präsidentin Sigrun Holz der Einsatzleiterin Angela Koller zum Prix Zora gratulieren. Sie war für ihren grossen Einsatz für die Freiwilligen und für schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörigen gewürdigt worden.

  • Präsidentin Sigrun Holz und Aktuarin Cornelia Kühnis feierten zusammen 20 Jahre Hospiz- und Entlastungsdienst. (Bilder: zVg)

    Präsidentin Sigrun Holz und Aktuarin Cornelia Kühnis feierten zusammen 20 Jahre Hospiz- und Entlastungsdienst. (Bilder: zVg)

  • Verdankt für fünf Jahre Freiwilligenarbeit: Priska Bullinger und Hans Frischknecht. Es fehlen Ruth Holzgräbe, Marlies Vernier, Anna Maria Calandri und Lotti Rechsteiner.

    Verdankt für fünf Jahre Freiwilligenarbeit: Priska Bullinger und Hans Frischknecht. Es fehlen Ruth Holzgräbe, Marlies Vernier, Anna Maria Calandri und Lotti Rechsteiner.

  • Philipp Langenegger, tiefgründig und humorvoll: Im Sterben sind wir alle gleich.

    Philipp Langenegger, tiefgründig und humorvoll: Im Sterben sind wir alle gleich.

In ihrem Jahresbericht informierte die Präsidentin Sigrun Holz, dass knapp 30 Frauen und Männer Freiwilligenarbeit leisten im Hospiz- und Entlastungsdienst Appenzell Ausserrhoden. In allen Gemeinden des Hinterlandes sowie in Speicher, Trogen und Wald sind sie im Einsatz. Insgesamt haben die Freiwilligen im vergangenen Jahr 1860 Stunden bei 57 schwerkranken oder sterbenden Menschen verbracht. Mit einem kleinen Präsent wurden für fünfjährige Freiwilligenarbeit Priska Bullinger, Anna Maria Calandri, Hans Frischknecht, Ruth Holzgräbe, Lotti Rechsteiner und Marlies Vernier verdankt. Die Präsidentin würdigte ebenfalls die zehnjährige Vorstandsarbeit von Cornelia Kühnis als zuverlässige Aktuarin. Sie dankte allen Freiwilligen und dem gesamten Vorstand für das Engagement und das Einfühlungsvermögen, welches sie gegenüber schwerkranken Menschen und deren Angehörigen das ganze Jahr hindurch erkennen lassen.

Leider musste der Verein von zwei Freiwilligen in den vergangenen Monaten Abschied nehmen, die sehr eng mit dem Hospizdienst verbunden waren. Ihrer wurde in dankbarer Erinnerung gedacht.

Der Kassier Werner Krüsi zeigte sich erfreut über die «gesunden Finanzen» des Vereins. Dank des Mittragens und der Zuwendungen von Gemeinden, Kirchen, Institutionen und privaten Spenden sind genügend Gelder da, um den Aufgaben des Vereins nachzukommen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Weiterbildung der Freiwilligen gelegt. Inzwischen kommen auch Anfragen aus weiteren umliegenden Gemeinden, in denen Menschen um Begleitung bitten. Deshalb sind konkrete Gespräche für mehr Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung in den Regionen am Laufen.

Neben den statuarischen Geschäften der Hauptversammlung durfte auch die Präsidentin Sigrun Holz für ihren Einsatz einen grossen Dank entgegennehmen. Bereits zehn Jahre führt sie den Verein zielstrebig und kompetent, dennoch locker und mit einem Augenzwinkern, oft mit einem herzhaften Lachen. Für den gesamten Vorstand formulierte es Iris Schmid so: «Wir schätzen dein feines Gespür für das, was es braucht, für die Freiwilligen, den Vereinszweck und für ein gutes und wertschätzendes Miteinander im Vorstand. Sigrun, du tust uns gut.»

Im Anschluss an die Hauptversammlung verstand es Philipp Langenegger, die Gäste im bis auf den letzten Platz besetzten Kirchgemeindehaus zu begeistern. Mit Gedichten, Geschichten und Anekdoten – mal tiefgründig, inspirierend, heiter und appezöllisch loschtig – zeigte er auf: «Im Sterben sind wir alle gleich.»

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