16 «Aufrichtbäume» erhielten ihre Diplome

Am Freitag fand im Mehrzweckgebäude Waldstatt zum ersten Mal die gemeinsame Lehrabschlussfeier der Zimmerleute und Holzbearbeiter beider Appenzell statt. Dies, nachdem die beiden Kantonalverbände letztes Jahr zur Sektion Appenzellerland von Holzbau Schweiz fusionierten. 16 von 18 angetretenen Lehrlingen haben den Lehrabschluss geschafft.

  • Das sind die erfolgreichen Zimmerleute und Holzbearbeiter. (Bilder: Josef Fritsche)

    Das sind die erfolgreichen Zimmerleute und Holzbearbeiter. (Bilder: Josef Fritsche)

  • Der «Zimmermannsklatsch» ist auch heutzutage noch ein Muss und ein Zeichen des Berufsstolzes.

    Der «Zimmermannsklatsch» ist auch heutzutage noch ein Muss und ein Zeichen des Berufsstolzes.

Der Ausserrhoder Erziehungsdirektor als Vertreter beider Appenzeller Halbkantone lobte in seiner Gratulationsrede die 16 jungen Berufsleute als «Aufrichtbäume». Sie thronten jetzt auf einem stabilen Fundament und Wänden, «geliefert» durch die Lehrbetriebe und die Berufsschule. Die jungen Männer sollten diesen Moment geniessen, denn nachher komme noch der «Innenausbau», malte er sein «Bild» vom Hausbau weiter. Dieser Innenausbau umfasse sowohl neue Lebensabschnitte wie auch die berufliche Weiterbildung.

Zuvor hatte Michael Koller als Präsident der Sektion Appenzellerland die 16 Zimmerleute sowie ihre Lehrmeister und Angehörigen begrüsst und zum erfolgreichen Abschluss der Berufs-Grundbildung beglückwünscht. Und er richtete seinen Dank an die Lehrbetriebe, die Berufsschule und Familien für die Unterstützung und Begleitung der von «Buebe zo Manne» Herangewachsenen in der vierjährigen Lehrzeit.

Andreas Manser als Prüfungsobmann der Sektion blickte vor der Übergabe der Diplome auf den Verlauf der diesjährigen Lehrabschlussprüfungen zurück. Und er sparte nicht mit leiser Kritik am Dachverband: «Die Prüfungsaufgaben, die von Holzbau Schweiz zusammengestellt wurden, waren dieses Jahr streng, vor allem die Richtzeit war teils viel zu knapp», meinte er, und: «Auch wurde beim Treppenmodell eine eher unglückliche Auswahl getroffen.» Dies – und die heissen Temperaturen während den praktischen Prüfungen in der Holzfachschule Teufen – schlug sich denn auch in den Noten nieder. Die Durchschnittsnoten in praktisch allen Bewertungskategorien fielen gegenüber dem Vorjahr tiefer aus. Das führte auch dazu, dass keiner der jungem Zimmermänner EFZ den «Rang» erreichte, nämlich eine Gesamtnote von 5,0 oder besser. Ein «Zimmermann» allerdings erreichte diese Schallmauer: Kilian Popp, der sich bei Nägeli Holzbau in Gais zum Holzbearbeiter EBA ausbilden liess, erreichte eine tolle Schlussnote von 5,2. «Für mich sind auch Holzbearbeiter Zimmermänner», hatte Michael Koller in seiner Begrüssung gesagt.

Dann kam, worauf sich alle 16 jungen Zimmerleute vermutlich seit Tagen gefreut hatten, nämlich die Übergabe der Fähigkeitsausweise. Das gleichzeitig übergebene letzte Schulzeugnis war nur noch Nebensache.

Zimmerleute EFZ: Silvan Baumann, Herisau, Lehrbetrieb: Höhibau, Hundwil; Thomas Bodenmann, Urnäsch, Werner Knöpfel, Urnäsch; Severin Enzler, Appenzell, Frehner Holzbau, Gais; Noah Eugster, Appenzell, Holzbau P.Manser, Appenzell; Gian Hof, Speicherschwendi, Roth & Hautle, St.Gallen; Lukas Inauen, Eggerstanden, Appenzeller Holzbau, Meistersrüte; Jamie Koller, Niederteufen, Heierli Zimmerei, Teufen; Alex Oberholzer, Waldstatt, Mettler Holzbau, Schwellbrunn; Cedrin Schlager, Herisau, Diem Holzbau, Herisau; Werner Schlegel, Hemberg, Mettler Holzbau; Damian Schmid, Brülisau, Ulmann Holzbau, Eggerstanden; Ueli Signer, Jakobsbad, Jakob Nef AG, Urnäsch; Maximilian Sonderegger, Heiden, Heller Wohnbauten, Heiden; Silvano Suhner, Herisau, Mettler Holzbau, Schwellbrunn; Andrin Tschirky, Speicherschwendi, Knechtle Holzbau, Bühler – Holzbearbeiter EBA: Kilian Popp, Steinegg, Nägeli Holzbau, Gais (Note 5,2)

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