120-jähriges Reservoir «Weid» wird ersetzt

Das Reservoir Weid in Walzenhausen hat die geplante Nutzungsdauer von 80 Jahren bereits deutlich überschritten. Die zentrale Anlage für die Gesamtversorgung des Gemeindegebietes wird 2025 ersetzt.

  • Zugang zum Reservoir im Wohnquartier Weid. (Bild: zVg)

    Zugang zum Reservoir im Wohnquartier Weid. (Bild: zVg)

Das Reservoir und Pumpwerk Weid ist laut Mitteilung der Gemeindekanzlei die am zentralsten gelegene und wichtigste Anlage der Wasserversorgung Walzenhausen. Ab diesem Reservoir werden die Zonen «Dorf» und «Almendsberg» versorgt. Mit Hochdruckpumpen wird Trinkwasser in das grösste Reservoir der Gemeinde in der Franzenweid und weiter nach Lachen befördert.

Veraltete Infrastruktur

Die Infrastruktur wurde 1901 erbaut und 1993 letztmals saniert. Die Anlage ist veraltet und genügt den heutigen Anforderungen an eine Wasserversorgungsanlage in Bezug auf Hygiene, Sicherheit und Überwachung nicht mehr, schrieb die Gemeindekanzlei. Auch ist der Wasserbedarf über die Jahrzehnte gestiegen. Die zur Verfügung stehende Wassermenge von 300 Kubikmeter Trinkwasser vermag den Bedarf nicht mehr ausreichend zu decken. Ein Neubau der Anlage inklusive einer Erweiterung um zirka einen Drittel der Kapazität ist begründet. Grundlage für diese Investition bildet das festgelegte Ziel «die Ver- und Entsorgung hat einen hohen Ausbaustandard» der Strategie Walzenhausen 2035. Ebenso entspricht diese der Ausbau- und Sanierungsplanung der generellen Wasserversorgungsplanung aus dem Jahr 2017.

Neubau erfolgt unterirdisch

Das Ingenieurbüro Wälli AG, Heiden hat ein Vorprojekt ausgearbeitet. Der Ersatzneubau soll rund 50 Meter nördlich des heutigen Standortes und somit ausserhalb des Quartiers Weid realisiert werden. Der Baukörper wird in die Landschaft eingepflegt und liegt grösstenteils im Untergrund. Nach Inbetriebnahme wird das bisherige Reservoir zurückgebaut. Im Aufgaben- und Finanzplan sind für 2025 Kosten von 1,5 Millionen Franken eingestellt.

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