100 Minuten Wellness für die Seele

Zur „Weltpremiere“ seines dritten Dokumentarfilms hatte Thomas Rickenmann etwas vollmundig eingeladen am Freitagabend in den Cinétreff Herisau. Der Publikumsaufmarsch übertraf alle Erwartungen.

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Beide Säle waren bis auf den letzten Platz besetzt, als das Rotbachchörli mit zwei Zäuerli die erwartungsvolle Stimmung auf den Film „Z’Alp“ zusätzlich anheizte. Dann trat Thomas Rickenmann aufs Podest, gab seiner Freude über das Interesse an seiner Arbeit Ausdruck und versprach „100 Minuten Wellness für die Seele“, die man mit allen Sinnen geniessen möge.

Der Film ist tatsächlich ein einziges Aufwärtsstreben – vom Talbetrieb auf die Alp nämlich. Rickenmann hat die Familie Bruno und Gerlinde Neff auf die Altenalp (AI) begleitet, Elisabeth und Sämi Pieren auf die Engstligenalp (BE) und die Familie Ulrich mit über tausend Schafen durchs Muotatal und auf die Erigsmatt (SZ). Er beginnt sein Epos mit sanftem Schneegestöber, beobachtet die Bewirtschafter bei der Bodenpflege, verdeutlicht das Warten auf die Vegetation und gedeihliches Wetter und begleitet schliesslich in gut gewählten Szenenschnitten die drei recht unterschiedlichen Alpaufzüge. Der Film lebt vom guten Auge Rickenmanns, der zu keiner Zeit das reizvolle Detail aus dem Auge verliert.  

Heute Abend ist die zweite Vorpremiere angesagt. Der Film kommt am 10. Oktober in die deutschschweizer Kinos.  

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