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Zivilstandsamt: Ein Service von der Wiege bis zur Bahre

Bei Geburten, Hochzeiten und Todesfällen ist das Zivilstandsamt Appenzeller Hinterland erste Anlaufstelle. Ein Einblick in einen vielseitigen Arbeitsalltag.

  • Das Haus Baumgarten bietet eine schöne Kulisse für Hochzeitsfotos und Gratulationen.

    Das Haus Baumgarten bietet eine schöne Kulisse für Hochzeitsfotos und Gratulationen.

  • Evi Näf führt seit über 20 Jahren Trauungen durch.

    Evi Näf führt seit über 20 Jahren Trauungen durch.

«Wir begleiten die Einwohnerinnen und Einwohner des Hinterlands über den gesamten Lebenszyklus», sagt Evi Näf, Leiterin des Zivilstandsamts. So werden hier Geburten und Todesfälle in den Gemeinden Herisau, Hundwil, Schönengrund, Schwellbrunn, Stein, Urnäsch und Waldstatt registriert. Als Spitalstandort verzeichnet Herisau besonders bei den Geburten hohe Zahlen; 729 Kinder kamen 2022 in Herisau zur Welt. Das Zivilstandsamt ist ausserdem Anlaufstelle für Vaterschaftsanerkennungen, Namenserklärungen, Änderungen des eingetragenen Geschlechts, die Registrierung und Hinterlegung von Vorsorgeaufträgen, Zivilstandsausweise und natürlich für Ziviltrauungen. Dem Zivilstandsamt angegliedert ist auch das Bestattungsamt der Gemeinde Herisau, das bei Todesfällen die Angehörigen bei der Vorbereitung der Bestattung unterstützt.

Jede Trauung ist anders
Rund 100 Trauungen führt das Zivilstandsamt Hinterland jährlich durch. Dafür steht in jeder Gemeinde ein Traulokal zur Verfügung. Während die meisten Dienstleistungen des Amtes rein administrative Angelegenheiten sind, ist jede Trauung eine sehr persönliche Angelegenheit. «Dabei haben wir direkt mit den Menschen zu tun, das gefällt mir an dieser Aufgabe besonders», erzählt Evi Näf. Auch nach 20 Jahren im Beruf, davon 13 auf der Gemeindeverwaltung Herisau, sei jede Trauung noch immer individuell. «Jedes Paar hat eine eigene Geschichte. Besonders interessant ist es, die Hochzeitsbräuche anderer Kulturen kennenzulernen.»

Während früher das «Zivile» manchmal nur das Vorgeplänkel zur kirchlichen Hochzeit war, hat es heute für viele Paare eine grössere Bedeutung. «Wir wollen jeder Trauung den passenden, würdigen Rahmen geben», sagt Evi Näf. Dabei gehen die Mitarbeitenden des Zivilstandsamts soweit möglich gerne auf die Wünsche des Brautpaares bezüglich Dekoration, Musik, Gelübde oder Brauteinzug ein. Die Zivilstandsbeamtinnen gestalten die Trauungen jeweils auch mit einem Gedicht oder einigen persönlichen Worten ans Brautpaar mit. «Wenn aber zum Beispiel eine besonders intime Rede gehalten werden soll, dürfen diese gerne die Trauzeugen oder Angehörige mitgestalten.»

Frühzeitig Gedanken machen
Denn trotz der individuellen Note bleibt eine Ziviltrauung ein Verwaltungsakt. «Bei der Ausgestaltung der Trauung sind uns gewisse Grenzen gesetzt. So muss jede Trauung in einem geschlossenen, von der Aufsichtsbehörde bewilligten Raum stattfinden.» Evi Näf empfiehlt, sich frühzeitig Gedanken zu machen, welche Rolle das «Zivile» für das Paar haben soll: Wer soll dabei sein? Soll das Traulokal möglichst gut erreichbar oder idyllisch gelegen sein? Und folgt auf die Ziviltrauung noch eine kirchliche Hochzeit oder eine andere Zeremonie? Evi Näfs Tipp an Brautpaare ist, das Trauzimmer schon im Vorfeld in Augenschein zu nehmen, um sicherzugehen, dass es den Vorstellungen entspricht. In Herisau liegt das Trauzimmer im Haus Baumgarten. Bis zu 30 Personen finden Platz. Zudem bietet das Pärklein eine schöne Kulisse für Gratulationen und Fotos. Den Ablauf der Trauung klären die Standesbeamtinnen bei einem Vorbereitungsgespräch ab, zu dem alle Brautpaare eingeladen werden. Ebenfalls besprochen werden die verschiedenen administrativen Aspekte einer Eheschliessung. «Denn wenn die Hochzeit näher rückt, soll das Brautpaar davon verschont bleiben», sagt Evi Näf.

Eine Publikation der Gemeinde Herisau.

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  • (Symbolbild: hr)

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