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Im Klassenzimmer: Neue Lehrpersonen blicken auf ihre ersten Monate zurück

Daniel Blatter, Diana Bruggmann, Pascal Schmuckli: ein Primarlehrer, eine Kindergärtnerin und das neue Schulleitungsmitglied haben vor kurzem Stellen in Herisau angetreten.

  • Daniel Blatter arbeitet als Primarlehrer.

    Daniel Blatter arbeitet als Primarlehrer.

  • Diana Bruggmann im Kindergarten Moos.

    Diana Bruggmann im Kindergarten Moos.

  • Pascal Schmuckli ist neues Schulleitungsmitglied.

    Pascal Schmuckli ist neues Schulleitungsmitglied.

«Mein Bauchgefühl hat sich als richtig erwiesen. Ich spüre viel Freude – im Team und in der Klasse. Und der Standort des Schulhauses ist sehr schön», sagt Daniel Blatter. Er hätte auch die Möglichkeit gehabt, anderswo zu unterrichten. Nun ist er in einem Vollpensum als Lehrer der 5./6. Klasse im Saum angestellt. Blatter ist 25 Jahre alt. Sein Ziel sei stets gewesen, Lehrer zu werden; aber als Backup-Plan und als Mittel zum Zweck der Lebenserfahrung lernte er Bauspengler. Während eines halben Jahres arbeitete er nach der Lehre im Beruf, es folgten Zivildienst in Primar- und Kindergartenklassen, die BMS, die ISME und das dreijährige Studium an der Pädagogischen Hochschule. «Es gilt, sich in die Lehrmittel einzuarbeiten.» Zum Beispiel in jenes, in dem es um «Medien und Wirklichkeit» geht. Sie sollen gut überlegen, welche Verbindungslinien zu ziehen sind, sagt er während unseres Besuchs zur Klasse. Schon in der vierten Woche weilte diese im Lager in Wildhaus. «Es war recht streng, aber toll.» Er selber ist im Thurgau aufgewachsen. Die ersten Einführungstage durch die Herisauer Schulleitung resp. die Verantwortlichen des kantonalen Departementes Bildung und Kultur in den Sommerferien seien nützlich gewesen. Weitere Termine werden folgen.

«Ganz guet gmacht»
Wechsel in den Kindergarten Moos. «Das hend ihr aber guet gmacht, guet gmacht, ganz guet gmacht», singen die Kinder mit Diana Bruggmann. Wer etwas zeigen möchte, spaziert im Kreis. Die Kindergärtnerin stammt aus Uzwil und ist 29 Jahre alt. Sie hat einst die Fachmittelschule gestalterischer Richtung absolviert. «Nachher wollte ich etwas Abstand zur Schule gewinnen.» Sie arbeitete in einer Bäckerei, leitete gar die Filiale. Sie habe aber gewusst, dass sie in den Lehrberuf einsteigen wolle. Das erste Praktikum an der Pädagogischen Hochschule habe sie im Kindergarten besucht. «Da merkte ich: Das ist meine Stufe.» Ihr Diplom befähigt sie zum Unterricht bis zur 3. Primarklasse. Vor einem Jahr hat Bruggmann eine Stellvertretung im Moos angetreten; seit dem August ist sie in einem Vollpensum angestellt (inklusive Werken in der 1./2. Klasse). «Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Das Team ist klein, aber fein.» Die Kinder erlebe sie als begeisterungsfähig und interessiert, die Eltern als offen und hilfsbereit. «Zum Beispiel beim Besuch der Viehschau oder beim Eislaufen bin ich froh um Unterstützung.» Ihrer Klasse gehören 28 Kinder an – eine Herausforderung. Sie sagt, sie fühle sich von der Schulleitung sehr getragen. Oft ist eine Praktikantin anwesend.

Pascal Schmuckli: «Innovative Ausrichtung»
Der 33-jährige Pascal Schmuckli hat im August die Schulleitung für die Oberstufe und das Landhaus übernommen. Er gibt Auskunft über den Start.


Wie haben Sie die ersten Wochen erlebt?
«Intensiv und positiv. Wenn das Schuljahr beginnt, ist planungsmässig schon das Meiste aufgegleist. Aber es gab natürlich vieles und viele kennenzulernen. Die Atmosphäre in Schulleitung und Sekretariat ist sehr gut. Und ich bin Lehrpersonen begegnet, die mit hohem Engagement und lösungsorientiert unterwegs sind. Im ersten Quartal habe ich die neuen Lehrpersonen besucht; nun folgen die ‘ordentlichen’ Visitationen. Es ist mir wichtig, auch immer wieder in der Pause präsent zu sein – für einen niederschwelligen Austausch.»


Mit dem Schulort ist für Sie ebenfalls das System an der Sekundarschule neu.
«Ich habe einst in der Schule Herisau Zivildienst geleistet, auch in der Oberstufe. So habe ich die Lernlandschaften, den Niveauunterricht und das Modell Neigung kennengelernt. Die innovative Ausrichtung spricht mich an. Für die Bewerbung auch ein Grund war, dass ich in ein Schulleitungsteam
eingebunden bin.»


Welches waren die grössten Herausforderungen?
«Speziell ist in Herisau die grosse Zahl von Schuleinheiten mit entsprechend vielen Schulhausteams. Als Lehrer und Schulleiter habe ich zuvor im Kanton St.Gallen in den Gemeinden Berneck, Buchs und Uzwil gearbeitet. In Ausserrhoden läuft manches anders – so sind beispielsweise die kurzen Wege ein grosser Vorteil.»

Eine Publikation der Gemeinde Herisau.

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  • (Symbolbild: hr)

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