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Energiesparend: Herisau rüstet seine Strassenbeleuchtung auf LED um

In rund neun Jahren soll die Strassenbeleuchtung in der Gemeinde vollständig auf LED umgestellt sein, fast 1‘000 sind es bereits. Werkhof-Betriebsleiter Thomas Schmid erklärt, welche Vorteile die neuen Leuchtmittel neben dem halb so hohen Stromverbrauch haben.

Thomas Schmid, weshalb werden die Leuchtstellen auf LED umgerüstet?
Mit dem Einsatz von LED lässt sich der Stromverbrauch pro Leuchtstelle um bis zu 50 Prozent reduzieren. Diese Leuchtmittel sind langlebiger als andere und müssen seltener ausgetauscht werden. Dadurch lassen sich auch Unterhaltskosten einsparen.

Gibt es weitere Vorteile von LED?
Zum einen reduziert der geringere Streuverlust die Lichtverschmutzung. Zum anderen wird durch die gezielte Lichtabgabe deutlich weniger in die Lebenswelten von Tieren eingegriffen. Das liegt daran, dass die LED-Lampen kaum ultraviolettes Licht erzeugen, das zum Beispiel Insekten anzieht. Zudem sind die neuen Leuchtmitteln gegenüber den herkömmlichen Natriumdampflampen leistungsfähiger und sorgen deshalb für mehr Sicherheit auf Strassen und im öffentlichen Raum.

Wie viele Leuchten werden 2024 ersetzt? Und wo?
Wir rüsten dieses Jahr rund 70 bis 80 Leuchtstellen um. Ein Ersatz erfolgt an der Gossauerstrasse von der «Dreischiibe» bis zum Restaurant Morgenstern, im Gebiet Schmidhusen, an der Oberen Torackerstrasse, der Hinteren Oberdorfstrasse, der Wiesentalstrasse und der Rohrenstrasse sowie in der SOB-Unterführung der Güterstrasse. Je nach Planungsstand und geplanten Strassenprojekten können noch weitere Strassenzüge dazukommen.

Wie geht die Umrüstung voran?
Aktuell sind 982 von insgesamt 1865 Leuchtstellen auf LED umgestellt. In erster Linie gehen wir die Arbeiten an, wenn an Kantons- oder Gemeindestrassen ein Sanierungs- oder Ausbauprojekt umgesetzt wird. Zusätzlich werden bei Gemeindestrassen auch LED installiert, wenn die Strassenbeleuchtung ihre Lebensdauer erreicht hat oder den aktuellen Anforderungen an die Verkehrssicherheit nicht mehr genügt.

Gibt es einen Richtplan, bis wann alle Lampen ausgetauscht werden sollen?
Die Gemeinde hat den Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung bereits markant gesenkt. 2010 betrug dieser 1‘013‘733 Kilowattstunden, im Jahr 2023 lediglich noch 603‘415 Kilowattstunden – das entspricht einer Einsparung von rund 40 Prozent. Dazu hat auch beigetragen, dass Ende 2022 aufgrund der drohenden Strommangellage diverse Massnahmen ergriffen wurden. Wo es die Verkehrssicherheit erlaubt hat, wurden Leuchtstellen ausser Betrieb genommen und die sogenannten Halbnachtschaltung verlängert. In rund neun Jahren wird die Strassenbeleuchtung dann vollständig umgerüstet sein.

Wer führt diese Arbeiten aus?
Die eigentlichen Installationsarbeiten werden von Elektroinstallationsfirmen mit entsprechend qualifiziertem Personal übernommen. Der Werkhof der Gemeinde hilft mit Personal und Fahrzeugen beim Stellen der Beleuchtungskandelaber mit.

Was sind die Herausforderungen bei der Montage?
Die Arbeiten sind vor allem aufgrund des Verkehrs herausfordernd, gerade an stark befahrenen Kantonsstrassen. Auch die Wetterverhältnisse müssen mitspielen, Regen oder winterliche Verhältnisse sind nicht ideal. Die Höhe einiger Lampen hingegen ist kein Problem, da das eingesetzte Personal über Erfahrungen in diesem Bereich verfügt.

Eine Publikation der Gemeinde Herisau.

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