Herisau
Helena Städler

Über den Höhenweg mit Kurt Geser

Vor rund 100 Tagen nahm Kurt Geser den Platz als Herisauer Gemeindepräsident ein. Aus diesem Anlass, lud der Herisauer zu einem Spaziergang über den Höhenweg ein. Unterwegs sprach er über Entscheidungen, Hoffnungen und Zukunftspläne für Herisau.

Der Anfang des Höhenwegs beim Restaurant Egg war nicht nur der Beginn des Medienspaziergangs, sondern auch der symbolische Beginn von Kurt Geser in Herisau. Vor rund 25 Jahren zieht es ihn und seine Frau nach Herisau. Eines der ersten Häuser am Spazierweg wird zu ihrem neuen Zuhause. Ein Vierteljahrhundert später arbeitet er für die Gemeindeverwaltung Herisau. Zuerst als Leiter Baubewilligungen sowie Bauberatungen und nur ein halbes Jahr später als Gemeindepräsident. Nun sind die ersten 100 Tage im Amt vergangen, Geser, der ohne politische Erfahrung das Amt bezog, konnte erste Eindrücke gewinnen und musste sich einigen Herausforderungen stellen. Blickt er ein halbes Jahr zurück, gibt er zu, die eigene Position etwas überschätzt zu haben: «Ich dachte, ich könnte als Gemeindepräsident als Individuum mehr erreichen, mehr durchsetzen. Doch für viele Projekte benötigt es Zeit und die Mithilfe sowie Zustimmung von weiteren politischen Instanzen und der Bevölkerung». Dennoch sei er angekommen, auch die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat erfolgt seiner Meinung nach zufriedenstellend. Noch gebe es einige Bereiche, in welche er sich mehr vertiefen möchte, eins davon ist die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeindeverwaltung. Eine gut funktionierende Kommunikation zwischen Gemeindeverwaltung und Bevölkerung hält er für das Geheimrezept, damit anstehende Projekte zeitgemäss realisiert werden können. Schaut er in seine politische Zukunft, hat er viele Ziele. Eines davon ist Herisau mehr Identität zu geben. «Die Herisauerinnen und Herisau müssen sich mit ihrem Dorf mehr verbunden fühlen, sich mehr damit identifizieren können», sagt Geser. Dafür sind einige Austauschplattformen geplant, auch möchte er dem Dorf einen eigenen Slogan geben. Geser ist überzeugt: «Dieser Slogan könnte <mein Herisau> lauten. Das Dorf gehört uns und wir müssen schauen, dass wir uns hier wohlfühlen».