Appenzell - Handball
Martin Kradolfer

TVA Handballerinnen im Schnellzugstempo

Das Damen 1 Team der Handballriege des TV Appenzell legte im siebten Aufstiegsrundenspiel der 3. Liga beim drittplatzierten Rüti Rapperswil-Jona wie die Feuerwehr los und führte nach gut einer Viertelstunde mit 7:1. Dann machte sich bei den Innerrhoderinnen die Müdigkeit bemerkbar, aber Appenzell gewann sicher mit 19:12 (12:5).

Die Appenzellerinnen verfügten nur über zwei Auswechselspielerinnen und einige Akteurinnen waren noch angeschlagen, erkältet oder rekonvaleszent. Die Gegnerinnen konnten hingegen auf ein grosses, hochmotiviertes und körperlich überlegenes Team zurückgreifen. Die Gäste nahmen sich vor, sofort die Initiative zu ergreifen und die Einheimischen nicht ins Spiel kommen zu lassen. Und dies gelang auch. Im Schnellzugstempo erfolgten aus einer gut stehenden Abwehr schnelle Angriffsauslösungen mit Torerfolgen. Die Innerrhoderinnen dominierten von A bis Z und lagen nach gut 15 Minuten mit 7:1 vorne. Schon jetzt liessen die Kräfte aber langsam nach und einige Minuten später führte Appenzell «nur» noch mit 8:4. Im Angriff wurde unter anderem nicht mehr so gut geschossen. Für eine kurze Verschnaufpause wurde ein Time-Out genommen und versucht bis zur Halbzeit nochmals Vollgas zu geben. Und so konnte bis zur Pause der Vorsprung wieder auf sieben Treffer Differenz ausgebaut werden.

In der zweiten Hälfte fanden die Gäste den Faden nicht mehr so recht. Es schien als hätten sie ihr Pulver schon vorher verschossen. Zudem machte sich eine grössere Müdigkeit bemerkbar und dem Trainer fehlten die Optionen für Auswechslungen. Oft waren die Innerrhoderinnen einen Schritt zu spät und es unterliefen ihnen einige technische Fehler. In der fairen Partie mit wenig Strafen verschossen sie auch drei Siebenmeter. Glücklicherweise stand aber die Abwehr weiterhin gut, so dass Rüti Rapperswil-Jona kaum näher heran kam. Nur 12 Gegentore sind ein nicht alltäglicher Wert. Ein starker Rückhalt war wiederum auch die Gäste-Torhüterin. Appenzell konnte nicht mehr brillieren, aber die Partie kontrollieren. So lautete das Score in den zweiten 30 Minuten 7:7 Unentschieden und die Innerrhoderinnen siegten sicher mit 19:12. Trotz einigen Abstrichen boten die Appenzellerinnen eine gute Gesamtleistung und waren am Ende fix und fertig aber glücklich.