Wolfhalden
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Toblerone im Museum Wolfhalden

Die Toblerone, einst von Theodor Tobler und Emil Baumann erfunden, gastiert über die Sommermonate bis in den Herbst im Ortsmuseum Wolfhalden. Theodor Tobler war der Sohn von Jean Tobler, welcher vom Lutzenberg nach Bern zog.

Gründer und Museumsvereins-Präsident Ernst Züst wurde wegen seines Engagements für das Museum Wolfhalden seit beinahe 4 Jahrzehnten im letzten Jahr von der Gemeinde mit einem eigenen Weg geehrt. Seit Beginn, seit 39 Jahren, stellt er zusammen mit seinem Team Sonderausstellungen zusammen. Im vergangenen Jahr war dies die Nachbarsgemeinde Walzenhausen. In diesem Jahr ist die Sonderausstellung dem Thema «Chocolat Tobler und andere Werbebilder um 1900» gewidmet. 

Jean Tobler aus Lutzenberg erhielt 1867 die Niederlassungsbewilligung in Bern. Er arbeitete in der Konditorei Kuentz um danach den Betrieb zu übernehmen und später ins Längassquartier zu übersiedeln. Hier fertigte er seine Schokoladeprodukte aus Halbfabrikanten. 1899 startete Jean Tobler mit der industriellen Schokoladeproduktion in Bern. Neun Jahre später erfand Toblers Sohn Theodor zusammen mit Emil Baumann, Produktionsleiter und Cousin von Tobler, die Toblerone. Wer Ernst Züst kennt, weiss, dass er nicht nur eine Sonderausstellung mit den verschiedensten Werbebildern rund um die süsse Verlockung in dreieckiger Form zusammengestellt hat. Nein, er hat über die Familie Tobler natürlich auch Nachforschung betrieben. 

Wer das Museum, das jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr geöffnet hat, besucht, der begegnet auch Ernst Züst. Der Lokalhistoriker und Verfasser mehrerer Chroniken sowie einer nicht mehr zählbaren Zahl von Schriften über Persönlichkeiten und Ereignisse weiss ganz genau um die Geschichte der Toblers in Zusmmenhang mit Lutzenberg. So kann er wohl beinahe jede Frage rund um den «Schokoladenmann aus Lutzenberg» beantworten. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, denn neben der Sonderausstellung bestehen auch ein Toblerzimmer, Bilder der Mühlen in der Region und der Weinproduktion, einer Küche wie zu Grossmutters Zeiten oder aber ein bedienter Handwebstuhl.