Appenzell - Handball
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Spitzenkampf TV Appenzell 1 gegen BSG Vorderland endete Remis

Im erwarteten Aufstiegsrundenspitzenkampf der 3. Liga Handball-Damen büsste der TV Appenzell 1 zuhause in einem Wochentagsspiel gegen die starke BSG Vorderland bei einem gerechten 20:20 (11:12) erstmals einen Zähler ein.

 

Bei Appenzell wirkte erstmals Selina Fässer mit und auch jüngere Akteurinnen waren in die Partie integriert. Bei den Einheimischen waren zudem zwei Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen. Insgesamt liefen bei den Innerrhoderinnen ein dutzend Akteurinnen auf und bei der körperlich überlegenen BSG Vorderland vierzehn.

Die gesamte Partie verlief sehr ausgeglichen. Nur beim Stande von 10:12 kurz vor der Pause und beim 15:13 kurz nach Wiederbeginn lag eine Equipe ein einziges Mal mit mehr als einem Tor in Rückstand bzw. in Führung. Und so stand das Spiel 19-mal Unentschieden. Das 20:20 fiel für Vorderland durch Julia Rothenberger (welcher insgesamt sieben Treffer gelangen) bereits nach 57 Minuten und 12 Sekunden. Anschliessend verzeichnete Appenzell noch einen Fehlschuss und die wieder überragende, einheimische Torhüterin Nadja Koller-Rossi (mit eine Abwehrquote von 49 Prozent) konnte noch zweimal abwehren. Mit über 20 beging Appenzell ungewohnt viele technische Fehler und liess in der hektischen Partie auch etliche hundertprozentige Chancen aus. Damit machten sich die Innerrhoderinnen mit einer insgesamt durchschnittlichen Leistung das Leben selber schwer. Die kämpferisch überzeugenden einheimischen Spielerinnen schienen auch von der starken Gegenwehr der Vorderländerinnen - welche unter anderem mit Toren aus dem Rückraum überzeugten und weniger Fehler begingen - überrascht und agierten teilweise etwas mutlos. Auch drei Zweiminutenstrafen gegen Appenzell kosteten Kraft, in denen die Innerrhoderinnen jeweils ohne Torhüterin spielten, was leider nicht immer den gewünschten Erfolg brachte. Der einheimische Trainer versuchte aber mit einigem Erfolg unter Stressbedingungen einiges auszuprobieren. In den letzten zehn Minuten wurde eine starke gegnerische Rückraumspielerin mit einer Spezialbewachung bedacht. Aber es blieb beim Unentschieden, mit dem wohl beide Teams zufrieden sein können und in der Tabelle nach Verlustpunkten gleichauf sind.