Appenzell - Unihockey
hr/eing.

Sechs Appenzellerinnen bei den Prag Games 2019

In der Woche vom 8.-14. Juli 2019 fand das grösste und bedeutendste Junioren-Unihockeyturnier der Welt statt: die Prag Games. Über 400 Mannschaften aus 12 Nationen massen sich in der Hauptstadt von Tschechien.

Die sechs Appenzellerinnen Laura, Mia, Julia, Larinja, Fabienne und Carina gehören dem UH-Appenzell an und wurden von den Trainern aus Chur betreut. Unter der professionellen Leitung von Nicole und Mario Vaerini wurde die neue Mannschaft «Zug United G16 Blue» gegründet und trainiert.
Laura, Fabienne und Larinja wussten genau, was auf sie zukam, denn diese drei Mädchen reisten bereits im Vorjahr nach Prag. Neu war die Erfahrung für Carina, Mia und Julia. Eine intensive Trainingsphase in Chur, Zug und an der Coppa Grande in Tenero folgte auf die Anmeldung. Schliesslich mussten die Trainer die Spielerinnen der verschiedenen Clubs möglichst auf die optimale Position und in der perfekten Blockzusammenstellung positionieren. Viel Wert legte das Trainerpaar auf den Teamzusammenhalt, was ihnen auch mit Bravour gelang.
Am Mittwoch galt es dann ernst mit der Vorrunde. Die Schweizer trafen auf eine tschechische Mannschaft und trennten sich mit 0:0. Weiter folgte am Abend der Match gegen Deutschland, welcher die Schweizer klar dominierten und verdient mit 0:7 gewannen. Ähnlich verlief der letzte Match der Gruppenphase, welche die Schweizer gegen Schweden wieder mit 7:0 für sich entschieden.
Als Gruppensieger startete die «Zug United G16 blue» am Freitagmorgen früh die Finalspiele gegen die Slowakei. Obwohl die Schweizer das Spiel dominierten, gelang den Gegnern in der ersten Spielhälfte das 1:0. Nach klaren Worten der Trainer gaben die Schweizer nochmals Vollgas. Sie spielten nur noch mit zwei Blöcken, angefeuert von einer Delegation Schweizerfans welche nach Prag mitgereist waren, gelang den Schweizern der Anschlusstreffer zum 1:1. Die «Zug United G16 blue» hatten das Spiel im Griff und es sah so aus wie wenn es zum Penaltyschiessen kommen würde. Dem war nicht so, denn die Slowakinnen schossen eine Minute vor Schluss noch das 2:1. So schnell kann es beim Unihockey gehen. Sieg und Niederlage sind sehr nahe beieinander!
Die Enttäuschung war der Mannschaft ins Gesicht geschrieben, aber schon nach kurzer Zeit fanden die Mädchen wieder ihr Lachen zurück.