Appenzellerland
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Neue Studie der Krebsliga Ostschweiz

In der Region St.Gallen-Appenzell erkrankt jeden zweiten Tag ein Mann an Lungenkrebs, jeden dritten Tag stirbt ein Mann an dessen Folgen. Bei den Frauen erkranken jährlich 131 Menschen und 69 sterben an den Folgen von Lungenkrebs. Um die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Häufigkeit von Lungenkrebs sowie den Einfluss des Tabakkonsums zu klären, hat das Krebsregister St.Gallen-Appenzell-FL der Krebsliga Ostschweiz im 2018 eine Studie durchgeführt.

Die Studie untersuchte den Trend der Anzahl Neuerkrankungen an Lungenkrebs bei einer jungen Schweizer Bevölkerung nach Geschlecht zwischen 1990 und 2014. Als Grundlage wurden die Daten zu Lungenkrebs 1990 bis 2014 vom Schweizerischen Nationalen Institut für Krebsepidemiologie und Registrierung (NICER) sowie die Daten zum Tabakkonsum vom Bundesamt für Statistik “Swiss Health Surveys“ verwendet.

Die Studie belegt eine sinkende Lungenkrebs-Inzidenzrate bei Schweizer Männern, jedoch eine steigende Erkrankungsrate bei Frauen. Der Anteil rauchender Männer war in allen Altersgruppen höher als bei den Frauen. Bei den Mitte der 1950er- und Mitte der 1960er-Jahre geborenen Männern war der Anteil der Rauchenden bei den jüngeren höher, als bei den älteren Männern. Bei den Frauen zeigte sich dies analog bei jenen, die Mitte der 1960er-Jahre geboren wurden. Rauchen und Passivrauchen sind weltweit die primären Ursachen von Lungenkrebs. Laut dem Landesprofil der Weltgesundheitsorganisation WHO rauchten in der Schweiz im Jahr 2015 bei den über 15-Jährigen 42.1 Prozent der Frauen und 52.4 Prozent der Männer.

Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören.

Ausschlaggebend dafür, ob sich ein Lungenkarzinom entwickelt, ist sowohl die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten, als auch die der Raucher-Jahre. Die Zielgruppe für Präventions-Kampagnen sollte damit in erster Linie Jugendliche sein.

Bei Krebs ist die Heilungschance umso grösser, je eher ein Tumor entdeckt wird. Wäre dies in einem früheren Stadium möglich, könnten bis zu 70 Prozent der Patienten fünf Jahre und mehr überleben.