Heiden, Teufen - Fussball
hr/lukas alder

Mittelland-Gastspiel wird zum Debakel

Heidens Defensive erlebte an Pfingstmontag anhaltende Dauerbeschäftigung.

Ein entfesselter FC Teufen bodigte die dezimierten Gäste aus Heiden mit sieben zu null (Halbzeit: 0:0). Dass es zum Schluss nicht zweistellig wurde, hatten die Gäste verschwenderisch agierenden Hausherren sowie ihrem Torhüter zu verdanken.
Für Heiden, das den Ligaerhalt bereits letzte Woche perfekt gemacht hat, hatte die Partie sportlich keinerlei Relevanz mehr. Da kam der personelle Aderlass zum richtigen Moment. Gleich mehrere Stammspieler konnten aufgrund von Verletzungen und Sperren nicht mittun, wodurch Heidens Übungsleiter wenig Handlungsspielraum in Sachen Aufstellung hatten. So trieben die Gastgeber das Leder permanent in Richtung Gästedefensive und spielten sich bereits früh einen komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung durch Babic (10.) und Sleman (22.) heraus, wobei der erste Treffer unter gütiger Mithilfe von Torhüter Palumbo zustande kam. Auch in der Folgezeit diktierten die Mittelländer das Spielgeschehen, obwohl Heidens Bektesi nach 24 Minuten einem Torerfolg am nächsten kam – seine Körpertäuschung vor Höhener war aber der berühmte eine Haken zu viel.
Mit dem Pausenpfiff gelang den Hausherren bereits die Entscheidung. Ein Geniestreich von Boppart, der mit dem Aussenrist aus spitzem Winkel Palumbo düpierte, wäre wohl in so mancher Fernsehsendung zum «Tor des Tages» (mit Potenzial zu mehr) gewählt worden. Nach dem Pausentee versuchten die Gäste, das Geschehen offener zu gestalten. Zwar hatten die Hausherren nach wie vor die Oberhand, doch spätestens in Minute 68 hätte der Ehrentreffer fallen müssen. Doch sowohl Shaqiri als auch Bektesi scheiterten an Teufen-Schlussmann Höhener, während Kern im Gegenzug auf vier zu null erhöhte.
Die Schlussphase gehörte dann zwei Akteuren, und ist schnell erzählt. Lukas Kern, Enkel von FCH-Ehrenpräsident Erich Kern, sorgte mit seinen Toren zwei, drei und vier für ein deutliches Schlussergebnis, welches durchaus noch höher hätte ausfallen können. Dass es nicht soweit kam, verdanken die Gäste ihrem Torhüter Simone Lo Bartolo, der zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Gleich mehrfach konnte er sich gegen heranrauschende Gastgeber behaupten. Er verhinderte trotz vier Kern-Gegentoren schlimmeres und war der einzige Vorderländer-Lichtblick an diesem nassen und düsteren Pfingstmontag.