Appenzellerland
hr/franz inauen

Michael Bless überzeugt auf dem Weissenstein

Am Samstag pilgerten rund 5000 Zuschauer auf den Solothurner Hausberg. Zu sehen gab es eines der letzten, grossen Kräftemessen, bevor es am Eidgenössischen in Zug um alles geht.

Die gastgebenden Nordwestschweizer begrüssten Gästeschwinger aus dem Berner- und dem Nordostschweizer Verband, darunter fanden sich 16 Eidgenossen.
Die fünf angetretenen Appenzeller hatten es, angesichts des starken Teilnehmerfeldes, nicht leicht, Akzente zu setzen. Dies gelang insbesondere dem Gaiser Michael Bless, er erreichte mit 57.00 Punkten den guten dritten Schlussrang und seinen insgesamt vierten Weissenstein-Kranz. Eine etwas unglückliche Niederlage zum Anschwingen gegen den Berner Eidgenossen Florian Gnägi steckte er mit Bravour weg, er konnte danach überzeugend auftreten und drei Plattwürfe in Folge erzielen. Dank dieser Aufholjagd wahrte Bless die Chance, sich ganz an die Spitze zu kämpfen, wurde aber im fünften Gang von Schwingerkönig Kilian Wenger gestoppt. Im letzten Kampf erzielte Bless erneut die Maximalnote, er rangiert damit an der Spitze und beweist, dass er für den Saisonhöhepunkt bereit ist.
Einen halben Punkt hinter den 14 abgegebenen Kränzen reiht sich der Gaiser Thomas Kuster ein. Er konnte mit einem Plattwurf gegen den einheimischen Teilverbandskranzer Andreas Bader sehr vielversprechend in den Tag starten, musste dann aber zwei Niederlagen einstecken. Im zweiten Gang zeigte er einen beherzten Kampf gegen den Aargauer Eidgenossen David Schmid, Kuster musste aber unterliegen und wurde im dritten Gang mit Kilian Wenger nicht geschont. Mit zwei weiteren Plattwürfen gegen starke Nordwestschweizer Teilverbandskranzer im vierten und sechsten Gang, kann Thomas Kuster mit seiner Leistung sehr zufrieden sein. Einen Rang hinter Thomas Kuster finden sich Markus Schläpfer und Raphael Zwyssig. Beide konnten drei Siege verbuchen. Zwyssig musste zu Beginn den beiden Bernern Fritz Ramseier und Fabian Staudenmann unterliegen, welche beide ganz an der Spitze mitmischten. Gegen Matthias Aeschbacher gelang ihm ein Gestellter, ebenso Markus Schläpfer. Der Wolfhalder musste lediglich im Anschwingen unterliegen und er konnte den Tag mit einem Sieg gegen den sehr unbequemen David Schmid versöhnlich abschliessen.
bodigen.
Samuel Giger konnte nach 2018 in überzeugender Manier nachdoppeln. Wegen seines grossen Punktevorsprungs nach fünf Gängen musste ausgeschwungen werden. Michael Wiget qualifizierte sich mit einem Sieg über die Nordwestschweizer Speerspitze Nick Alpiger für den Schlussgang mit Giger. Dieser liess aber keine Zweifel aufkommen und siegte nach kurzer Gangdauer souverän das 68. Weissenstein-Schwinget. Neben Giger und Bless holte der Zürcher Samir Leuppi einen Kranz für die Nordostschweizer Delegation. Armon Orlik musste wegen einer Schulterverletzung auf die Teilnahme verzichten.