Herisau - Handmähen
hr/werner grüninger

Handmähen – Brauchtum mit langer Tradition

An der 28. Handmähmeisterschaft in Herisau vom Sonntag beteiligten sich gegen 200 Herren und Damen sowie Jugendliche aus den drei Teilverbänden Ostschweiz, Innerschweiz und Bern sowie aus dem Ausland.

Höhepunkt des Wettkampfs waren nach dem Mittagessen das Mannschaftsmähen und das Plauschwettkampf (Blindmähen). Während einige den Wettkampf eher locker angingen, zeigten andere Teilnehmer vollen Einsatz. Dass Handmähen nicht nur Männersache ist, bewiesen viele Bäuerinnen und Jugendliche im Teenageralter, wie sie mit der Sense umgehen können. Derweil gaben ihre Angehörigen ihnen gutgemeinte Ratschläge wie „duureziehe, usehebe ond abehebe“. Schnell zeigte sich, wer Übung im Mähen hat oder im Alltag doch mehr den Traktor dazu nimmt. Ziel der Beteiligten war es, mit der Sense eine vorgegebene Wiesenbahn so schnell als möglich zu mähen. Für Sauberkeit (Schnäuze), Anwalt (Einhalten der Schnittbreite) und Durchschlag (Sauberkeit unter der Mahd) verteilten die Richter Strafpunkte. Kurz nach dem Mittag verfolgte das zahlreich erschienene Publikum aufmerksam das Mannschaftsmähen, wobei vier Herren und eine Dame eine Strecke von 100 Metern zu absolvieren hatten. Daran beteiligten sich Teams aus Ausserrhoden, Innerrhoden, St.Gallen, Bern und Schwyz, wobei zeitlich Ausserrhoden vor Innerrhoden und St.Gallen die Nase vorn hatten, aber dazu kommen noch Strafpunkte. Zusätzlich fand auch ein Plauschwettkampf (Blindmähen) statt. Während des ganzen Tages herrschte eine sportlich-fröhliche Stimmung, welche mit der Rangverkündigung mit einem reichhaltigen Gabentempel am Abend abgeschlossen wurde.