Herisau
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Experiment Nichtrauchen: Preis für Herisauer Klasse

2'308 Schulklassen aus der ganzen Schweiz haben am Wettbewerb «Experiment Nichtrauchen» teilgenommen. Darunter auch 31 Klassen aus Appenzell Ausserrhoden. Die siebte Sekundarklasse von Loreta Garic der Oberstufe Ebnet West Herisau hat einen Preis gewonnen.

Im Rahmen des Klassenwettbewerbs «Experiment Nichtrauchen» setzen sich Schülerinnen und Schüler während sechs Monaten im Unterricht intensiv mit dem Thema Rauchen auseinander. Zusätzlich verpflichten sie sich, während dieser Zeit keinen Tabak zu konsumieren. 1'588 der 2'308 schweizweit teilnehmenden Schulklassen haben dies geschafft. Damit liegt die Erfolgsquote bei knapp 70 Prozent.

31 Ausserrhoder Klassen dabei

In Appenzell Ausserrhoden waren 31 Klassen am «Experiment Nichtrauchen» mit dabei. 26 Klassen haben das Experiment erfolgreich abgeschlossen. Die 7. Sekundarklasse von Loreta Garic der Oberstufe Ebnet West in Herisau hatte Losglück und gewann einen der SBB-Reisegutscheine im Wert von 500 Franken.

Designer-Produkte für Kinder und Jugendliche

Das Experiment ermöglicht Schülerinnen und Schülern, sich altersgerecht mit dem Rauchen auseinanderzusetzen. Kinder und Jugendliche sind seit Jahren eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Zielgruppe der Tabakindustrie. Auch neue Produkte wie E-Zigaretten zielen auf Minderjährige ab.

Die Ästhetik der Produkte lehnt sich oftmals direkt an die bei Jugendlichen beliebten elektronischen Designerprodukte. Unter Schülerinnen und Schülern in den USA hat die E-Zigarette innerhalb der letzten zwei Jahre eine besorgniserregende Verbreitung gefunden. Auf der Videoplattform YouTube wird der Nikotinkonsum regelrecht zelebriert. Rauchen ist in den USA wieder Teil der Jugendkultur geworden.

Die Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden beschäftigt sich ebenfalls mit den neuen Trends der Tabakprodukte. Markus Meitz weist auf die aktuellen Zahlen von Sucht Schweiz 2018 hin, welche eindrücklich zeigen, dass bereits die Hälfte (51 Prozent) der 15-jährigen Jungen sowie ungefähr ein Drittel (35 Prozent) der Mädchen gleichen Alters mindestens einmal im Leben eine E-Zigarette verwendet haben.

«Obwohl bei uns der Verkauf von Tabakwaren kantonal gesetzlich geregelt ist, gibt es für die E-Zigaretten auf Bundesebene zurzeit kein rechtlich verbindliches Abgabealter, was die Arbeit in der Tabakprävention vor zusätzlichen Herausforderungen stellt», so Markus Meitz.

Für das Schuljahr 2019/2020 können sich Klassen ab dem September 2019 online anmelden. Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz führt den Wettbewerb zusammen mit den kantonalen Tabak- und Suchtpräventionsstellen sowie den kantonalen Krebs- und Lungenligen durch. Experiment Nichtrauchen wird vom Tabakpräventionsfonds finanziert.