Innerrhoden
rk

Die Lehre ist eine gefragte Ausbildung

Das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung zeigt die Situation bei den Lehrstellen mit Beginn Sommer 2019 und das Berufswahlverhalten der Innerrhoder Jugendlichen auf.

Auf den Lehrbeginn 2019 konnten 165 neue Lehrverträge beim Amt für Berufsbildung und Berufsberatung genehmigt werden. Die Zahl der Volksschulabgängerinnen und -abgänger hat sich von 222 im Jahr 2010 auf aktuell 153 reduziert. Kaum verändert hat sich dagegen die Anzahl Lehrverträge, die mit rund 500 im selben Zeitraum immer in etwa gleichgeblieben ist. Im März 2019 hatte es nicht danach ausgesehen, dass sich die Zahlen im gewohnt guten Rahmen bewegen würden wie in den vergangenen Jahren. Viele Lehrverträge sind nach den Frühlingsferien eingetroffen, einige erst in den Sommerferien. Mit diesem Schlussspurt blieb der befürchtete Rückgang der Lehrstellen auch 2019 aus. Die konstante Zahl der Lehrverhältnisse zeigt, dass die Lehre im Kanton Appenzell I.Rh. eine gefragte Ausbildung ist. Die Förderung der Berufsbildung durch verschiedene Verbände, Betriebe und das Projekt «Appenzeller Lehre» sowie die damit verbundene Stärkung der Lehrbetriebe haben mit Sicherheit dazu beigetragen, dass die Lehre in Innerrhoden einen guten Ruf geniesst. Leider konnte in einigen Berufsgruppen nur ein Teil der ausgeschriebenen Lehrstellen besetzt werden. Davon sind vor allem die handwerklichen Berufe betroffen. Beispielsweise entschieden sich nur sieben Volksschulabgänger für den Beruf Zimmermann; ebenso viele Lehrstellen in diesem Beruf sind noch offen.
74 Prozent der Innerrhoder Jugendlichen sind im August 2019 in eine Berufslehre gestartet. Ein Fünftel besucht weiterführende Schulen, so insbesondere das Gymnasium. Weitere sechs Prozent starten in ein Brückenangebot. Bei der Auswahl der Berufe sind bei den Mädchen Präferenzen in der Gesundheitsbranche, im Detailhandel und im kaufmännischen Bereich festzustellen. Bei den Knaben führen die Berufe Zimmermann und Schreiner die Rangliste an.