Heiden - Fussball
hr/lukas alder

Die “Ferien-Elf“ schlägt sich wacker

Ein durch zahlreiche Absenzen geprägter FC Heiden unterliegt dem Zweitligisten aus Wängi standesgemäss mit eins zu drei. Trotz Cup-Aus zeigte die Not-Elf eine beherzte Leistung.

Not macht erfinderisch – getreu diesem Motto schickte Ueli Schuler, seit dieser Saison der neue Chef an Heidens Seitenlinie, seine Mannschaft auf den Platz. So agierte beispielsweise Offensivspieler Tristen Boog zum Beispiel in der Innenverteidigung, während mit Simone Lo Bartolo ein gelernter Torhüter den Mittelstürmer gab. Aufgrund der Absenzen von sieben Kaderspielern ist der Positions-Exodus durchaus nachvollziehbar. Die Elf zeigte dann auch eine beherzte Leistung, stiess aber gegen den höherklassigen Gast aus Wängi ein ums andere Mal an seine Grenzen. So erspielten sich die Thurgauer bereits früh einen komfortablen Zwei-Tore Vorsprung durch Schneider (12.) und De Rosa (20.) und rückten damit die Verhältnisse zurecht. Die Spielzüge und taktischen Fertigkeiten verdeutlichten den Liga-Unterschied, was die Vorderländer physisch jedoch gut zu kompensieren wussten.
Denn auch die Gastgeber brachten sich aktiv in die Partie ein. Zunächst wurde Schlussmann Palumbo mehrfach geprüft – besonders seine Parade gegen den Kopfball Schneiders in der 17. Minute verdient das Prädikat „sehr sicher“. Offensiv musste sich Wängi-Hüter Ognissanti nach einer guten halben Stunde und einem Distanzversuch von Bischoff ein erstes Mal strecken. Auch nach dem Pausentee versuchte die Heimelf, die durch ein hohes Laufpensum bestach, die Gäste früh unter Druck zu setzen. Es dauerte jedoch bis zur 70. Minute, ehe Bischoff der viel umjubelte Anschlusstreffer gelang. Zu mehr sollte es an diesem Tag jedoch nicht reichen – stattdessen stellte Schneider nur fünf Minuten später den Zwei-Tore-Abstand wieder her und sorgte damit für die Entscheidung. Während sich der FC Wängi nun auf ein Duell mit dem FC Frauenfeld einstellen kann, richten die Vorderländer ihren Fokus wieder auf die Meisterschaft – mit bekannteren Gegnern und einem bis dahin vollzähligen Kader.