Appenzell - Handball
hr/eing.

Das Aufbäumen kam zu spät

Im vierten Spiel der Abstiegsrunde verlieren die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell beim HC Romanshorn 24:26 (11:13).

Zwölf Minuten vor Schluss lag der TV Appenzell beim Stand von 23:16 mit sieben Toren im Hintertreffen. Man hielt das Spiel für gelaufen. Doch anderthalb Minuten vor dem Abpfiff lautete das Skore nur noch 24:23. Die Innerrhoder hatten sich wieder herangepirscht und schienen das scheinbar Unmögliche doch noch möglich zu machen. Fehlende Kaltblütigkeit und der glänzend agierende, NLA-erprobte, Philipp Jochum im Tor der Thurgauer knickten dann aber die letzten Hoffnungen.
Punkto Torhüterleistung stand Raffi Graf seinem Antipoden kaum nach. Gleich zu Beginn wehrte er einen Penalty ab und parierte kurz darauf auch noch einen aus nächster Nähe abgegebenen Schuss. Insgesamt kam er auf eine Abwehrquote von 41 Prozent, was einen vorzüglichen Wert darstellt. Ein solcher Auftakt liess Positives erwarten.
Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff gingen die Thurgauer in Führung. Nach Wiederanpfiff zogen sie dann aber sukzessive davon, derweil dem TVA kaum noch etwas gelingen wollte. Einzig die Achse an den Kreis zwischen Valaulta und Sutter zeitigte einigen Effekt, sei es mit direktem Torerfolg oder via Siebenmeter. Nachdem Romanshorn auf Lukas Gamrat eine Manndeckung angeordnet hatte, kam auch aus dem Rückraum nur noch wenig Zählbares.
Zwölf Minuten vor Schluss schien sich der TVA dann doch noch seiner Stärken zu besinnen. Tor um Tor holte er auf und löste damit auf Thurgauer Seite etwelche Nervosität aus. Als Yannick Inauen anderthalb Minuten vor Schluss das Anschlusstor zum 24:23 erzielte, schien sogar ein Punktegewinn nicht mehr illusorisch. Aber innerhalb von 25 Sekunden zog der HC Romanshorn wieder auf drei Tore weg, womit Fabio Hörlers Schlusstreffer zum 26:24 lediglich noch Resultatkosmetik war.