Hinterland
Werner Grüninger

Buebebloch und Herisauer Bloch – eine alte Tradition

Am Blochmontag - bei winterlicher Witterung - waren die Buebebloch von Hundwil, Schwellbrunn und Stein sowie die Blochgesellschaft Herisau den ganzen Tag unterwegs und zogen farbenfroh durch die Dörfer.

Die Buebebloch von Schwellbrunn, Hundwil und Stein werden von Buben der unter- und Mittelstufe und jenes des Herisauer Blochmannschaft von Erwachsenen, welche in der Kleidung verschiedener Berufe und Sennen gekleidet sind, gezogen. Für sie beginnt der Tag frühmorgens und ist sehr anstrengend. Das Buebebloch von Schwellbrunn stattet Herisau einen Besuch ab und kehrt über Waldsttatt wieder zurück, wobei das Bloch dem Meistbietenden versteigert wird. Die Hundwiler legen den weitesten Weg (ca. 30 km) zurück, wobei der Weg über Urnäsch-Waldstatt nach Herisau und wieder heimwärts zur «Örtles-Mühle» führt, während die «Stääner» auf Umwegen nach Teufen ziehen, auf dem Dorfplatz Halt machen und das Bloch wieder abgeben. Das Herisauer Bloch wird von einer 45-köpfigen Zugmannschaft rund 30 Kilometer über Waldstadt nach Schönengrund und über den Risiwald nach Schwellbrunn, begleitet von Herolden gezogen und nach zahlreichen Zwischenhalten wieder nach Herisau (Chälblihalle) gebracht. Ein spezieller Höhepunkt nach der Ankunft bei der Chälblihalle ist jeweils die Versteigerung des Bloch und des Blochtalers (Unikat), der vom Schmid hergestellt wird. Danach wird auf dem Blochball gefeiert.