Appenzell - Handball
Eveline Schiegg

TVA Damen dank grossem Kampfgeist im Cup-Viertelfinal

Die Innerrhoder Handballerinnen bestritten am Sonntag in der Sporthalle Wühre den Achtelfinal des Regional-Cups gegen die Frauen des SC Frauenfeld. In einem kräfteraubenden Spiel behielten die körperlich stark unterlegenen Einheimischen die Nerven und drehten das Geschehen in den letzten Minuten zu ihren Gunsten. Mit einem Sieg von 24:20 qualifizieren sie sich für den Viertelfinal.

  • Das ist die Legende
    Carole Koller machte auf der Flügelposition eine gute Figur. (Bilder: zVg)
  • Das ist die Legende
    Die gegnerische Verteidigung machte den Innerrhoderinnen das Leben schwer.
  • Das ist die Legende
    Die TVA Damen bedanken sich bei den Zuschauern für die Unterstützung.

Die Damen des SC Frauenfeld – ebenfalls aus der 3. Liga - sind in der Meisterschaft in einer anderen Gruppe eingeteilt. Schnell bemerkte man, dass ein ebenbürtiger Kontrahent gegenüber stand. Die Innerrhoderinnen erzielten zwar das erste Tor, das sollte aber das erste und letzte Mal sein, dass sie in Führung gingen. Die Abwehr der Gäste schien wie eine Mauer und die Appenzellerinnen fanden kaum ein Rezept, diese zu durchbrechen. Beim Spielstand von 8:11 ging es zum Diktat in die Garderobe. Auch in der zweiten Halbzeit sah lange noch alles nach einer Niederlage aus. Die Gäste konnten immer mit drei Toren den Vorsprung wahren. Einmal mehr war es Nadja Koller-Rossi, welche den Schaden mit ihren Paraden in Grenzen halten und verhindern konnte, dass die Konkurrenz noch weiter davonzieht.
In den letzten 10 Minuten dann aber geschah das grosse Wunder. Durch beherzte, mutige Angriffe, schnelle Spielzüge und eine kompaktere Defensive gelang es den Appenzellerinnen erstmals den Anschlusstreffer zu erzielen. In den letzten fünf Minuten ordnete Frauenfelds Trainerduo eine offensive Verteidigung mit enger Manndeckung auf jede Spielerin an. Die Innerrhoderinnen reagierten postwendend, lösten sich schnell von den gegnerischen Kletten, liefen mit schnellen Beinen in Freiräume, boten sich der Ballbesitzerin immer wieder gekonnt an und erzielten so die letzten, entscheidenden drei Tore. Dass die TVA Damen das Blatt noch auf so eine spektakuläre Art wenden könnten, hätte bis zu diesem Zeitpunkt wohl niemand mehr gedacht. Ein weiteres Zeichen jedoch dafür, dass die Spielerinnen der Handballriege über eine enorme Ausdauer und einen noch grösseren Kampfgeist verfügen.