Teufen
pd

Swiss Re Milizpreis für Cheira und Astrid Bergundthal

Der Ostschweizer Organisation «Cheira – Swiss Humanitarian Surgery» und Cheira-Initiantin Astrid Bergundthal aus Teufen wurden vorgestern in Zürich der diesjährige Swiss Re Milizpreis verliehen. Swiss Re zeichnet seit 2001 jährlich Persönlichkeiten und Organisationen aus, die nebenberuflich und ehrenamtlich auf professionellem Niveau einen Dienst für die Gesellschaft leisten. Inspiriert durch ein Projekt des Rotary Club Appenzell, das 2014 an Noma erkrankte Kinder in Burika Faso chirurgisch behandelte, hatte Astrid Bergundthal Cheira 2015 ins Leben gerufen. Seither wurden bereits sieben Einsätze in Ländern wie Burkina Faso, Jordanien und Palästina finanziert und organisiert.

  • Das ist die Legende
    Von links: Dr. med. Volker Wedler, Chirurg; Renato Fassbind, Vizepräsident des Verwaltungsrats der Swiss Re; Dr. med. Jan Poëll, Chirurg; Gabriela Manser, CEO Goba Mineralquelle Gontenbad; Ulrich Bremi, ehem. Präsident des Verwaltungsrates der Swiss Re und Stifter des Swiss Re Milizpreises; Astrid Bergundthal, Cheira-Initiantin und Fachfrau für Operationstechnik; Dr. Fritz Gudtbrot, Managing Director Chairman's Office Swiss Re; Arthur Bolliger, Präsident des Vorstandes von Cheira; Walter Kielholz, Verwaltungsratspräsident der Swiss Re. (Bild: zVg)

Cheira darf auf eine noch junge, aber bereits sehr erfolgreiche Geschichte blicken. Innert drei Jahren wurden rund 400 Operationen durchgeführt, rund 40 Ärzte, Pflegefachpersonen und andere Unterstützer haben die Missionen begleitet, und die Anzahl der Einsatzgebiete konnte stets vergrössert werden. Laudatorin Gabriela Manser, CEO von goba, sagte in ihrer gestrigen Rede, dass das Grosse des Engagements von Astrid Bergundthal vor allem auch darin liege, mit Cheira ein richtiges Fundament geschaffen zu haben: «Erst wenn eine Idee über den Ideengeber hinaus funktioniert, hat sie Bestand und kann wirken.» Genau dieses Ziel verfolgt der von Alt-Nationalrat Ulrich Bremi gegründete Swiss Re Milizpreis. Der Preis will Professionalität in der Gemeinnützigkeit fördern und damit auch mithelfen, den Erfolg des Schweizer Milizsystems zu erhalten. Mit Cheira erhielten Beteiligte auch die Chance, sich mit fremden Kulturen auseinanderzusetzen und mit lokalen Ärzten sowie lokalem Personal zusammenzuarbeiten, heisst es von Seiten Swiss Re.

Im Jahr 2014 initiierte der Rotary Club Appenzell unter der Leitung von Astrid Bergundthal, Fachfrau für Operationstechnik, eine Mission zur Behandlung von an Noma erkrankten Kindern in Burkina Faso. Mit Erfolg konnte das medizinische Fachpersonal rekrutiert und die Finanzierung über Spenden gesichert werden. Diese Mission wurde noch vor der Gründung von Cheira, vom 12. November bis 1. Dezember 2014, durchgeführt. Um dieser Initiative des Rotary Clubs Appenzell Nachhaltigkeit zu verleihen, wurde der Verein Cheira am 29. Juni 2015 gegründet. Seither kümmert sich der Verein mit ausschliesslich ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern um alles Organisatorische und Finanzielle der in der Regel rund zweiwöchigen chirurgischen Einsätze in den Krisengebieten.