Hinterland, Innerrhoden
pd

Sieben Wochen Bahnersatz und fünf neue Züge

Auf einem Abschnitt von 2,6 Kilometern wird zwischen Gontenbad und Appenzell die Fahrbahn der Appenzeller Bahnen erneuert. Ebenfalls werden Fahrleitungsarbeiten durchgeführt. Es handelt sich dabei um Instandhaltungsmassnahmen. Dazu sind im März und im Mai Nachtarbeiten notwendig. Ebenfalls wird die Strecke Jakobsbad-Wasserauen während sieben Wochen im April und Mai gesperrt sein. Es verkehren Bahnersatzbusse. Ab Juli werden die neuen Züge auf der Linie Gossau-Appenzell-Wasserauen im Einsatz sein.

  • Das ist die Legende
    Ansicht eines neuen Fahrzeugs auf der Linie Gossau-Appenzell-Wasserauen. (Visualisierung: pd)

Der Abschnitt zwischen Gontenbad und Appenzell wird auf einer Länge von 2,6 Kilometern komplett erneuert. Die Gleise und Fahrbahn sind rund 40 Jahre alt und müssen ersetzt werden. Bestehendes Gleis wird entfernt, Schotter und Unterbau abgetragen und ein komplett neuer Aufbau erstellt. Damit werden der Fahrkomfort erhöht und die Züge weniger stark beansprucht. Gleichzeitig werden Fahrleitungsarbeiten durchgeführt.

Damit die Arbeiten rasch umgesetzt werden können, sind Nachtarbeiten und Streckensperrungen notwendig. In den Nächten vom 5. bis 28. März werden zwischen Gontenbad und Appenzell die neuen Fahrleitungsmasten gestellt. Dies bedeutet, dass für die Fahrgäste in den Nächten zwischen Montag und Freitag jeweils ab 20.30 Uhr Bahnersatzbusse unterwegs sein werden. Eine rund 7-wöchige Totalsperrung erfolgt dann vom 3. April bis zum 13. Mai 2018 zwischen Jakobsbad und Wasserauen. «Während diesen sieben Wochen wird an diversen Stellen gleichzeitig gearbeitet: Neben der Erneuerung von 2,6 Kilometer Fahrbahn und der Fahrleitung werden auch mehrere Brücken und Durchlässe saniert und Böschungssicherungen erstellt», sagt Daniel Lenggenhager, Projektleiter Infrastruktur und fügt hinzu: «Die Bauarbeiten bedeuten eine grosse logistische Herausforderung und erfordern eine genaue Planung. Beim Umbau werden zum Beispiel 7000 Tonnen neuer Schotter eingebaut». Die Abschlussarbeiten werden wiederum in Nächten gemacht. So ist die Strecke Urnäsch-Appenzell vom 28. Mai bis 8. Juni jeweils ab 20.30 Uhr nochmals gesperrt. Es gilt der reguläre Fahrplan, es verkehren Bahnersatzbusse.

Die Appenzeller Bahnen beschaffen für die Linie Gossau-Appenzell-Wasserauen fünf neue Züge (Gelenktriebwagen). Der erste Zug wird Ende März eintreffen und während der ersten Monate für Testfahrten auf der Strecke unterwegs sein. Ab Juli wird der erste Zug für den Fahrgastbetrieb im Einsatz stehen, die weiteren vier folgen bis im September. «Wir freuen uns sehr, unseren Kundinnen und Kunden schrittweise neue Züge und eine moderne Infrastruktur zu Verfügung zu stellen. Damit wird das Reisen wesentlich bequemer», freut sich Thomas Baumgartner, Direktor der Appenzeller Bahnen. Die Züge verfügen über 138 Sitzplätze in der 2. Klasse und 15 Sitzplätze in der 1. Klasse sowie über 200 Stehplätze. Die Züge können an Tagen mit erhöhten Frequenzen mit heutigen Wagen verstärkt werden.