Trogen

Schwierige Themen zur Sprache bringen

Bis zum 28. März haben Ausserrhoder Oberstufen-Schulklassen Gelegenheit, sich mit Problemen rund um Beziehungen und Trennungen auseinanderzusetzen. Die in der Sekundarschule Trogen eingerichtete Wanderausstellung «ich säg, was lauft!» geht auf derlei Fragen ein und bietet auf vielfältige Weise die Möglichkeit, sie zu vertiefen.

  • Das ist die Legende
    Sie waren massgeblich am Zustandekommen von «ich säg, was lauft!» beteiligt: Dolores Waser Balmer, Alexandra Breu und Margot Vogelsanger (von links). (Bild: Martin Hüsler)

Pubertierende und Beziehungen – fürwahr ein heikler Bereich. Eltern und Lehrpersonen sind gleichermassen herausgefordert, wenn bei ihren Anbefohlenen wegen derlei Angelegenheiten die Gefühle aus dem Lot geraten. Guter Rat ist dann manchmal teuer. Was bei «ich säge, was lauft!» angenehm auffällt, ist die Überschaubarkeit. Die Ausstellungsmacherinnen – vorab zu nennen sind Dolores Waser Balmer, Leiterin des Kinderschutzzentrums St.Gallen, und Projektleiterin Alexandra Breu – haben Textlastigkeit zu vermeiden gewusst. An sechs Stationen wird mit kurz gehaltenen Titeln auf Inhalte verwiesen, die in der Folge tiefer ergründet werden können. So lassen sich zu «Erschti Liebi» Gedanken in Gang bringen, oder zu «Schluss mache», zu «Use go und Kollege treffe», zu «Ich blieb mir treu», zu «Alles was recht isch» und zu «Hilf holä und hälfä». Weiterführende Stichworte bieten reichlich Diskussionsstoff. 

Wenn sich in den nächsten Tagen Oberstufen-Schulklassen in Trogen einfinden – es sind schon zahlreiche Anmeldungen eingegangen–, so tun sie dies ohne ihre Lehrpersonen. Durch die Ausstellung geführt werden sie von Animatorinnen und Animatoren, wie Dolores Waser Balmer anlässlich der Kickoff-Veranstaltung am Montagabend ausführte.

Die Ausstellungseröffnung fand im Beisein von Regierungsrat Alfred Stricker und von Margot Vogelsanger, Leiterin des Schulpsychologischen Dienstes AR, statt. Beide freuten sich über das Zustandekommen von «ich säg, was lauft!». Alfred Stricker stellte die Fragen in den Raum, ob es uns überhaupt gelinge, Beziehungen einzuordnen, und ob junge Menschen die Kraft hätten, zu bestimmen, wie es läuft.

Am Donnerstag, 22. März (19.00 bis 21.00 Uhr) steht die Ausstellung allen Interessierten offen. Sie befindet sich im Studien- und Vorlesungssaal des Mensagebäudes.