Innerrhoden
red

«Runde Null» für 2018 verabschiedet

Der heutige Vormittag stand bei der Session des Innerrhoder Grossen Rates ganz im Zeichen der (auch finanziellen) Zukunft: Budget und Steuern für 2018 wurden genehmigt, die Finanzplanung der Standeskommission sowie deren «Perspektiven» bis 2021 zur Kenntnis genommen.

  • Das ist die Legende
    Säckelmeister Thomas Rechsteiner (links) bei Ausführungen zum Budget 2018. (Bild: Hans Ulrich Gantenbein)

Das Budget des Kantons Appenzell Innerrhoden schliesst mit einem Defizit von rund 1,8 Millionen Franken oder anders formuliert: Der Rückschlag beträgt 1,1 Prozent der Ausgaben. Ruedi Eberle (Gonten), Präsident der Staatswirtschaftlichen Kommission, bezeichnete das als «runde Null» und weil das Defizit um eine halbe Million geringer ausfällt als im Vorjahr, sei das Ergebnis erfreulich.
Die wichtigsten Detailzahlen zum Budget 2018 gehen aus dem Bericht der Standeskommission hervor. Die prognostizierten Steuereinnahmen steigen um sechs Prozent. Die 2015 und 2016 gebildeten Reserven für den Bau des Alters- und Pflegezentrums tragen ebenfalls zum Ergebnis bei. Der budgetierte Aufwand beträgt rund 157 Millionen Franken, der budgetierte Ertrag rund 155 Millionen Franken. Der Aufwand stieg also, im Vergleich zum Vorjahr, um rund fünf Millionen Franken, während der Ertrag sich noch etwas mehr steigerte. Daraus resultiert das vergleichsweise geringere Defizit.
Auf der Traktandenliste des Grossen Rates stand die Finanzplanung. Zuständig ist Säckelmeister Thomas Rechsteiner. Er erläuterte die Grundsätze, und es kam die dringende Forderung nach einem Konzept zur Finanzplanung auf. Diese Planung sieht zwischen 2019 bis 2022 immerhin Investitionen von über 150 Millionen Franken vor. «Kein Wunder», betonte Ruedi Eberle (Gonten), Präsident der Staatswirtschaftlichen Kommission, verlange dieses Volumen nach einem Konzept. Der Finanzplan erlaube die Fokussierung auf Kernaufgaben und Hauptanliegen, führte Säckelmeister Thomas Rechsteiner aus.
Mit der fünften Ausgabe seiner «Perspektiven» informierte die Regierung den Rat über seine Ideen. Präsentation und Ausführung stiessen aber auf Kritik: Die «Perspektiven» würden zu wenig «Perspektiven» aufzeigen.