Appenzell
vreni peterer

«Reflexion» in der Evangelisch-reformierten Kirche Appenzell

«Reflexion» heisst ein Kunstwerk, das Vera Marke aus Herisau für die Evangelisch-reformierten Kirche Appenzell geschaffen hat. Am frühen Samstag abend wurde es eingeweiht.

  • Das ist die Legende
    Freuen sich über das gelungene Werk: (v.l.n.r.) Heidi Elmiger-Bänziger, Vera Marke und die beiden Pfarrherren Andreas Schenk und Mike Lotz. (Bild: Vreni Peterer)
  • Das ist die Legende
    Aus einem Wurzelstock entstand das Kunstwerk «Reflexion». (Bild: Vreni Peterer)

Beim Werk «Reflexion» handelt es sich um einen Wurzelstock, der in der Umgebung von Appenzell auf einer Krete lag. Dieser wurde von Rinde und Harz befreit, die Form jedoch belassen. Vera Marke verwendete danach die Lüstertechnik. Dabei hat sie die Wurzel zuerst vergoldet und versilbert und dann mit Ölfarbe bemalt. So entstanden unter anderem rote und blaue Farben, die auf den Betrachter angenehm und keineswegs aufdringlich wirken. Dies, obwohl man im ersten Moment den Eindruck hat, in der Kirche befinde sich nun ein buntes Kunstwerk.

Das Bedürfnis nach Sinnlichkeit und der Wunsch, in der Kirche einen Ort zu schaffen, an welchem Kerzen angezündet werden können, wurden von Beginn weg an die Adresse von Vera Marke formuliert. Dass sie ihren Auftrag zur Zufriedenheit aller Beteiligten erfüllt hat, wurde während der Einweihungsfeier mehrmals betont. Alle sind nun gespannt, wie das Kunstwerk bei der Bevölkerung ankommen wird und was es mit den Menschen macht.

Auf Anregung von Pfarrer Andreas Schenk — der dieses Jahr von Appenzell weggezogen ist — hatte die Kirchenvorsteherschaft der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Appenzell beschlossen, im Reformationsjahr 2017 Kunst in die Kirche zu bringen. Kunst, die auch in der Zeit nach dem Jubiläum «weiterleuchten» soll. In Vera Marke fanden die Verantwortlichen eine Kunstschaffende, die sich mit allen Sinnen auf das Projekt einliess. «Ihre Begeisterung war ansteckend», sagte Heidi Elmiger-Bänziger, Vizepräsidentin der Kirchenvorsteherschaft. Die Zusammenarbeit sei spannend und für alle eine Bereicherung gewesen.