Speicher
gk

Positiver Abschluss der Jahresrechnung 2016

Die Gemeinde Speicher kann einen positiven Rechnungsabschluss präsentieren. Die Er­folgsrechnung schliesst bei einem Gesamtertrag von CHF 27‘384‘068.34 und einem Ge­samtaufwand von CHF 26‘779‘954.95, mit einem Ertragsüberschuss von CHF 604‘113.39 ab. Dieser Mehrertrag wird dem Eigenkapital zugewiesen.

  • Das ist die Legende
    Speicher schliesst die Rechnung 2016 positiv ab. (Bild: Archiv a24)

Gegenüber dem Voranschlag 2016 beträgt der Besserabschluss CHF 557‘413.39. Dabei sind die Veränderungen der Spe­zialfinanzierung (Nettoaufwand CHF 209‘940.41) berücksichtigt. Im Voranschlag 2016 war ein Ertragsüberschuss von CHF 46‘700.00 budgetiert.

Der Mehrertrag ist im Wesentlichen auf folgende Faktoren zurückzuführen:

- Mehrertrag bei den Sondersteuern (Grundstückgewinnsteuer, Handänderungssteuer)

- Mehrertrag bei den Steuern von juristischen Personen

- Minderausgaben bei diversen Ressorts

- Diverse höhere Einnahmen von Gebühren und von Beiträgen Dritter

- Entnahmen aus Abschreibungsreserven

Die Nettoausgaben zulasten der Investitionsrechnung betragen CHF 2‘092‘744.09, budge­tiert war ein Aufwand von CHF 2‘165‘000.00. Die Aufwendungen betreffen u.a. folgende Be­reiche:

- Anzahlung an das neue Rüstfahrzeug der Feuerwehr

- Schlussabrechnung Sanierung Buchensaal

- Fertigstellung Vögelinseggstrasse

- Wasserreservoir Speicherschwendi

- Investitionen Appenzeller Bahnen AG

- Diverse Wasserleitungsbauten

Der gesamte Fiskalertrag (inkl. der Sondersteuern) liegt bei CHF 15‘856‘992.53. Die Steuer­einnahmen von natürlichen Personen (CHF 12‘558‘037.03) sind wesentlich tiefer ausgefallen als budgetiert. Der Minderertrag beträgt CHF 1‘061‘962.97. Es muss festgestellt werden, dass der Steuerertrag auf der Höhe des Ertrags von 2013 stagniert ist und sich die vom Kanton prognostizierten jährlichen Mehreinnahmen von 2-3 % für die Gemeinde nicht be­wahrheitet haben. Wesentlich erfreulicher sind die Steuereinnahmen von juristischen Per­sonen. Mit CHF 1‘019‘291.80 liegen die Einnahmen CHF 319‘291.80 über dem Budget. Auch bei den Sondersteuern kann ein Mehrertrag von rund CHF 500‘000.- verzeichnet werden. Die Grundstückgewinnsteuern wie auch die Handänderungssteuern sind je um rund CHF 250‘000.- höher ausgefallen. Beide Besserergebnisse zeigen, dass der Liegenschaftshandel unvermindert gross ist und die Immobilienpreise gesamthaft gestiegen sind.

Die planmässigen Abschreibungen auf Sachanlagen des Verwaltungsvermögens betragen insgesamt CHF 829‘286.00. Ausserplanmässige Abschreibungen werden keine vorge­nommen, der Mehrertrag der Rechnung 2016 wird dem Eigenkapital zugewiesen. Aus den Abschreibungsreserven können CHF 73‘743.14 entnommen werden.

Der Gemeinderat hat, wie im Finanzhaushaltsgesetz vorgesehen, alle Kreditüberschreitun­gen besprochen und genehmigt. Die wesentlichen Kreditüberschreitungen sind hier aufgeführt:

Die Überarbeitung des Layouts des Gemeindeblattes verursachte Mehrkosten von rund CHF 16‘000.-.
Die Honorare für externe Berater, Fachexperten und Anwälte haben stark zugenommen. Die Mehraufwendungen betreffen vor allem Rechtsgutachten im Planungs- und Baubereich sowie im Verwaltungsbereich, es sind rund CHF 27‘000.-. Die Gesamtaufwendungen betragen rund CHF 40‘000.-.
Mehraufwendungen mussten auch im Konto Schulliegenschaften gemacht werden. Im Zuge der Beschaffung des Rüstfahrzeugs der Feuerwehr erschien es sinnvoll, die Kommandozentrale in den Zivilschutzbereich zu verschieben. Damit konnten die Platzverhältnisse im Depot verbessert werden. Der Umbau kostete rund CHF 70‘000.-.
Nach Inbetriebnahme des sanierten Buchensaals mussten diverse Nachbesserungen getätigt werden resp. die Infrastruktur ergänzt werden (Elektroherd Saal-Küche, Schränke für Vereine, Fahnenkasten). Die Mehrausgaben betragen rund CHF 70‘000.-.
Im Hallenbad/Saal waren diverse unvorhergesehene technische Anpassungen (Steuerungen Bad, Software, visuelle und akustische Verbesserungen) notwendig. Zudem wurde die Infrastruktur des Saals verbessert (Rednerpult, Klavier). Die Mehrkosten betragen rund CHF 50‘000.-.
Die Aufwendungen für die Flüchtlingsbetreuung sind nicht ganz überraschend, markant gestiegen. Die Mehrkosten belaufen sich auf CHF 60‘000.-, d.h. insgesamt betrug der Gemeindebeitrag rund CHF 185‘000.-. Im Gegensatz zur Asylbewerberbetreuung ist die Gemeinde für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig.
Das Konto Unterhalt Spielplätze schliesst mit Mehrkosten von rund CHF 35‘000.- ab. Die Mehraufwendungen betreffen u.a. das Konzept zur Aufwertung der Spielplätze und die Erstellung der Street-Workout-Anlage. Der Sponsorenbeitrag betrug insgesamt CHF 20‘000.-.
Für die Wasserversorgung wurden die GIS-Plannachführungen für die letzten drei Jahre abgeschlossen, dies führte zu nicht budgetierten Mehraufwendungen von rund CHF 40‘000.-. Die Plannachführungen für die Abwasserleitungen ergaben Mehrkosten von CHF 25‘000.-.
Im Zusammenhang mit der Sanierung der Kohlhaldenstrasse musste die Erstellung einer Meteor-Wasserleitung vorgezogen werden. Im Pumpwerk Tobel fielen umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Für die Abwasserbeseitigung ergab dies insgesamt Mehraufwendungen von rund CHF 155‘000.-.