Herisau
Andy Lehmann

Musik, Handwerk und Pfefferbeeren

Kultur im Container lautet das Motto zum 150 Jahr Jubiläum der St.Galler Kantonalbank. An zwölf Standorten in der Ostschweiz werden kulturelle Highlights präsentiert; so auch in Herisau von Freitag bis Sonntag. Ob stampfender Blues, leichtfüssiger Swing, Kinderbasteln, eine Koch-Show mit Stickstoff, Trachtenhandwerk oder Impro-Theater für jeden Geschmack ist etwas dabei.

  • Das ist die Legende
    Eindrücke vom vergangenen Wochenende in Herisau. (Bilder: Andy Lehmann)
  • Das ist die Legende
  • Das ist die Legende
  • Das ist die Legende
  • Das ist die Legende
  • Das ist die Legende
  • Das ist die Legende
  • Das ist die Legende

Das Chälblihalle Areal ist mit Containern und diversen Sitzgelegenheiten versehen. Auf der Bühne eröffnet die Rock & Popband Aendael am Samstagmittag das Programm vor ein paar Zuhörern. Neben der Bühne bietet das Handwerk Atelier im Container Kinderbasteln an. Zahlreiche Kinder hantieren mit Schere, Karton und diversen Malstiften um kleine Herzchen und andere Basteleien zu fertigen. Vor der Chälblihalle steht ein weisser Kleinlaster. Die Ladefläche mit einem Zelt überspannt, dient als Bar und ist mit Kochutensilien bestückt. Das Unternehmen Pfefferbeere bietet Gerichte wie Wasserbüffel, Randenrisotto oder Appenzeller Bläss an, wobei hier kein Hund auf den Teller kommt, sondern ein Hot-Dog mit Schweinsbratwurst, Chabis, Speck und Rucola.

Um 14 Uhr beginnt vor der Bühne das Show-Kochen mit Gallus Knechtle. Er stellt zusammen mit einem weiteren Koch aus seinem Team Glace her. Zahlreiche Beucher umringen die aufgebaute Kochstelle und schauen gebannt, was die Köche präsentieren. Dabei setzen die beiden Stickstoff ein. Diverse Zutaten wandern mit dem Stickstoff in eine grosse Schüssel. Unter stetiger Zugabe von Wasser entsteht eine cremige Glacemasse. Gerührt wird das Ganze mit einem Schwingbesen, welcher an einer Bohrmaschine befestigt ist. Das sei speziell für faule Köche, sagt Gallus Knechtle und lacht verschmitzt. Nach der Glaceproduktion werden Regenbogenforellen filetiert und gebügelt. Anstelle einer Bratpfanne kommen Bügeleisen aus Grossmutterzeiten zum Einsatz, das habe man früher schon so gemacht, sagt Knechtle. Während er die Fische mit dem heissen Bügeleisen bearbeitet, raucht es nebenan immer noch aus der Stickstoffschüssel, wo weitere Glacesorten hergestellt werden. Der Kulturcontainer ist noch bis im September unterwegs.