Wolfhalden
pd

Museum Wolfhalden stellt Walzenhausen vor

In einer Sonderausstellung widmet sich das Museum Wolfhalden seiner Nachbargemeinde Walzenhausen. Bekannte Persönlichkeiten, Tourismus, «Bähnli», Walzehuser Wasser aber auch Vereine und Gewerbe sind dabei Themen.

  • Das ist die Legende
    Vizegemeindepräsident Roger Rüesch, Gemeindepräsident Michael Litscher und Gemeinderätin Elsbeth Diener betrachten gespannt Vereinsfotos und finden Bekannte und gar Verwandte. (Bild: pd)

Im Beisein der Gemeindepräsidenten Wolfhaldens Gino Pauletti und Walzenhausens Michael Litscher sowie weiterer Politikprominenz eröffnete Museumsvereinspräsident Ernst Züst am Sonntagmorgen die kleine, aber feine, sehr informative Ausstellung im Museum Wolfhalden. Es ist ihm und seinem Team gelungen, verschiedene Aspekte des Nachbardorfes aufzuzeigen. Sein Rückblick in die Entstehung der Gemeinde endete mit der Frage: „Schreiber Künzler wusste sehr viel. Hat er vielleicht zu viel gewusst?“ Der Landschreiber war nach steiler Karriere gar verfolgt worden. Nach seiner Flucht über Zürich ins Ausland durfte er nach Walzenhausen zurückkehren, jedoch zum Schweigen verpflichtet.

Peter Eggenberger, wie Ernst Züst und sein Zwillingsbruder Walter der dritte Schreiber für die Chronik von Walzenhausen, führte nach der Ansprache durch die Ausstellung. Sein Stichwort Wasser: Er stellte fest, dass Walzenhausen sich in stetem Wettkampf mit Heiden befand, was die Einwohnerzahlt und den Tourismus betraf. Einwohnerhöchstzahlen in Heiden mit 3494 und Walzenhausen mit 3284 wurden 1910 verzeichnet. Verantwortlich dafür war die Blütezeit der Stickerei und der damit verbundene Tourismus. Um im Wettstreit gegen Heiden nicht zu unterliegen, folgten Kurhaus-Bad und die Drahtseilbahn Rheineck-Walzenhausen. 1907 kauften Walzenhauser die Quelle des Heilwassers vom Bad Schönenbühl. Ein Teil davon wurde ins Güetli geleitet. Dort fand die Produktion des Walzehuser Wassers statt. Weitere Stichworte waren Kloster Grimmenstein, Autorennen, Sonneblick, erbaut von Pfarrer Paul Vogt in der grössten Arbeitslosigkeit, um zielgebend Weiterbildungskurse zu veranstalten.

Das Museum hat bis Ende Oktober jeweils sonntags von 10 bis 12 Uhr, für Gruppen nach Absprache, geöffnet.