Appenzell, Trogen
pd

Marco Fritsche hilft Kindern in Myanmar

Während einer Woche besuchten der TV-Moderator Marco Fritsche aus Appenzell und die ehemalige Miss Schweiz Dominique Rinderknecht ein Bildungsprojekt der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi in Myanmar. Im Dorf Na Nwin Gayet halfen sie tatkräftig mit: Zusammen mit Kindern und deren Eltern pflanzten sie Bäume und bauten Entsorgungsstellen für Plastikabfälle. Ziel der Reise war die Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für die Themen Nachhaltigkeit und Umwelt.

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    Marco Fritsche und Dominique Rinderknecht weilten auf Myanmar. (Bilder: zVg)
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Der globale Klimawandel trifft das südostasiatische Land Myanmar besonders hart. In den letzten Jahren häuften sich starke Niederschläge, die zu Überschwemmungen führten. Begünstigt werden die Überschwemmungen durch die illegale Abholzung vieler Wälder im Land. «In unseren Projekten zeigen wir den Menschen vor Ort den Zusammenhang zwischen ihrem Handeln und den Auswirkungen auf ihre Umwelt», erklärt Brigit Burkard, Verantwortliche für die Region Südostasien bei der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi.

Myanmar kämpft mit Plastikproblem
«Ich war überrascht, wie viel Abfall an den Wegrändern liegt und in den Flüssen treibt», erzählt Marco Fritsche, TV-Moderator und Botschafter des Kinderdorfes Pestalozzi. Der Grund liegt bei der rasanten Zunahme an Plastikverpackungen. In der Vergangenheit wurden Esswaren und Getränke in Holzgefässen oder Blättern verpackt und transportiert. Heute in Plastiktüten und PET-Flaschen. Warf man früher die Verpackung weg, so verrottete diese. Eine Plastikflasche hingegen zerfällt erst nach 450 Jahren. Für Swe Swe Myint, lokale Mitarbeiterin der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, ist klar: «Wenn wir dem Plastikproblem und der massiven Abholzung entgegenwirken wollen, müssen wir bei den Jüngsten ansetzen.»

Kinder lernen den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen
Um ein Umdenken in den Köpfen der Bevölkerung zu erreichen, lancierte die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi in Zusammenarbeit mit einer lokalen Organisation das Projekt «Saubere und grüne Schulen». Der Unterricht an den Schulen wird mit Lektionen zu den Themen Nachhaltigkeit und Umwelt ergänzt. Neben der theoretischen Vermittlung von Inhalten setzen die Projekte stark auf den praktischen Aspekt. «Dominique und ich haben mit den Schulkindern Abfall gesammelt und zur Entsorgungsstelle gebracht, die wir zusammen mit den Leuten aus dem Dorf gebaut haben», erklärt Marco Fritsche. Dominique Rinderknecht ergänzt: «Um die Schulanlage zu begrünen und den Boden zu stabilisieren, haben wir auch Bäume gepflanzt. Das war bei 36 Grad und gefühlter hundertprozentiger Luftfeuchtigkeit ziemlich anstrengend.» Sowohl Rinderknecht als auch Fritsche sind überzeugt, die Mühen haben sich gelohnt.