Appenzell
(Rk/rr)

Kredit für Spitalneubau überwiesen

41 Millionen Franken für eine «langfristige wohnortnahe medizinische Grundversorgung»

  • Das ist die Legende
    Frau Statthalter Antonia Fässler undBauherr Ruedi Ulmann erklären die Vorlage. (Bild: Rolf Rechsteiner)

Die Standeskommission hat dem Grossen Rat die Kreditvorlage für den Bau eines neuen Spitals überwiesen. Die Landsgemeinde 2018 soll darüber befinden, sofern alles rund läuft. Im Neubau soll ein ambulantes Versorgungszentrum mit einer kleinen Bettenstation betrieben werden. Damit sollen die Zukunft des Spitals und gleichzeitig eine wohnortnahe medizinische Grundversorgung langfristig gesichert werden. Der Kredit beläuft sich insgesamt auf 41 Mio. Franken.
Tagesklink mit Bettenstation
In einem langen Prozess wurden die Möglichkeiten für das Spital eingehend abgeklärt. Als Ergebnis dieser Analysen entstand das Konzept eines Ambulanten Versorgungszentrums Plus (AVZ+). Dieses beruht schwergewichtig auf einem ambulanten medizinischen Angebot, das eine Grundversorgerpraxis, ergänzt mit verschiedenen Fachdisziplinen und Gesundheitsdienstleistungen, umfasst. Weiter enthält das AVZ+ eine Tagesklinik mit einer Bettenstation mit 13 Zimmern und maximal 26 Betten. Das Angebot wird durch einen Rettungsdienst und eine Notfallaufnahme abgerundet. Das neue Spital wird wie das bisherige mit einem Beleg- und Konsiliararztsystem geführt. Zudem bestehen in bestimmten Fachbereichen erfolgreiche Kooperationen mit dem Kantonsspital St.Gallen und dem Spitalverbund Appenzell A.Rh.
Damit das Spital als AVZ+ seine medizinischen Leistungen langfristig konkurrenzfähig anbieten kann, sind weitreichende bauliche Massnahmen notwendig. Dies ist grundsätzlich auch mit einem Total-umbau der bestehenden Gebäude machbar, im Vergleich mit einem Neubau bestehen aber gewichtige Nachteile. Zum einen lassen sich im Rahmen der bestehenden Gebäude nicht in allen Teilen optimale Betriebsabläufe einrichten, sodass der spätere Betrieb teurer wird. Zum anderen haben entsprechende Abklärungen ergeben, dass ein Totalumbau insgesamt voraussichtlich sogar teurer kommt als ein Neubau.