Appenzell
mitg.

Junger Meister für altes Handwerk

Generationenwechsel in der Destillerie der Appenzeller Alpenbitter AG: Nach 37 Jahren ist Brennmeister Walter Gätzi in den Ruhestand verabschiedet worden. Sein Nachfolger ist der 35-jährige Maurus Broger. Zwei Jahre lang wurde er in die Geheimnisse dieser äusserst verantwortungsvollen und traditionsreichen Aufgabe eingeweiht.

  • Das ist die Legende
    Maurus Broger, der neue Brennmeister der Appenzeller Alpenbitter AG. (Bilder: zVg)
  • Das ist die Legende
    Nach 37 Jahren als Brennmeister pensioniert: Walter Gätzi.

Die persönliche Einführung durch seinen Vorgänger war für Maurus Broger der einzige Weg, Brennmeister der Appenzeller Alpenbitter AG zu werden. Zum einen gibt es in der Schweiz keine offizielle Ausbildung zum Destillateur/Brennmeister, zum anderen ist die Aufgabe mit vielen, teils sehr alten Betriebsgeheimnissen verbunden.

Als Brennmeister und stellvertretender Produktionsleiter verarbeitet Maurus Broger die 100% natürlichen Rohstoffe zu den verschiedenen Produkten der Appenzeller Traditionsdestillerie. «Walter Gätzi hat mich sehr sorgfältig und mit viel Gespür und Herzblut in die Herstellung der gebrannten Wasser eingeführt», sagt der neue Brennmeister und dankt seinem Mentor dafür. Dessen Leidenschaft für die Produkte und das Streben nach Perfektion hätten sich vom ersten Tag an auf ihn übertragen, erklärt Maurus Broger.

Der neue Brennmeister will – ganz nach der Unternehmensphilosophie – an Bewährtem festhalten, aber auch Neues ausprobieren. «Beim Tüfteln mit neuen Aromen und Rohstoffen hilft mir das Fachwissen aus früheren Tätigkeiten», sagt der gelernte Koch und Diätkoch. Dass er mehrere Jahre in verschiedenen Bereichen der Gastronomie gearbeitet habe, komme ihm auch bei der Qualitätssicherung sowie im Umgang mit Hygiene- und Alkoholvorschriften zugute.

Als Brennmeister hat Maurus Broger eine der wichtigsten Aufgaben im Familienbetrieb. Das ist ihm bewusst, doch der Teamplayer betont: «Alle Mitarbeitenden steuern ihren Anteil zur erfolgreichen Produktion bei.»