Alpstein
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Hegeeinsatz im Eidgenössischen Jagdbanngebiet Säntis

Am vergangenen Samstag trafen sich die Innerrhoder Jäger zu einem Hegeeinsatz im Eidgenössischen Jagdbanngebiet Säntis. Dabei wurden Freihalteflächen im Wald offengehalten und von bei Holzschlägen liegen gebliebenen Ästen befreit. Ausserdem wurden Verbissgehölze gepflanzt.

  • Das ist die Legende
    43 Innerrhoder Jäger setzten sich für die Lebensraumaufwertung ein. (Bilder: zVg)
  • Das ist die Legende
    Ein Jäger beim Stecken von Weiden.
  • Das ist die Legende
    Räumung des Holzschlags von den liegen gebliebenen Ästen.

Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat 2017 unter Einbezug von verschiedenen Anspruchsgruppen ein Konzept zur Lösung der Wald – Hirsch Problematik im Eidgenössischen Jagdbanngebiet Säntis und Umgebung erarbeitet. Dieses wurde anfangs 2018 von der Standeskommission verabschiedet. Darin wurden für die jeweiligen Anspruchsgruppen (Jagd, Waldwirtschaft, Landwirtschaft, Freizeitnutzung/Tourismus) verschiedene Massnahmen definiert, welche zum Ziel haben, ein Gleichgewicht zwischen Rotwild und Lebensraum herzustellen. Nachdem die Jäger im letzten Herbst – erstmals auch innerhalb des Jagdbanngebietes – unzählige Stunden beim Ansitz auf das Rotwild verbracht haben, um die von Ihnen erwarteten, gegenüber den Vorjahren deutlich erhöhten Abschusszahlen beim Rotwild zu erreichen, stand nun ein Hegeeinsatz an, der ebenfalls zur Lösung der Problematik Wald – Hirsch beitragen soll. Das Ziel, die durch das Rotwild verursachten Schäden im und ausserhalb des Banngebietes zu reduzieren, kann nämlich keinesfalls nur durch stärkere Bejagung erreicht werden. Vielmehr müssen auch Massnahmen in anderen Bereichen wie Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Freizeitnutzung und Tourismus umgesetzt werden, damit die Problematik nachhaltig entschärft respektive gelöst werden kann.

Vor diesem Hintergrund wurde der Hegeeinsatz der Jäger durch die Jagdverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Patentjägerverein geplant und durchgeführt. Ziel war es, Freihalteflächen offen zu halten und verschiedene Weidenarten als Verbissgehölze zu pflanzen.

Obwohl diese Massnahmen (W7 und W8 des Konzeptes) im Bereich der Waldwirtschaft anzusiedeln sind, ist es hoch erfreulich, dass sich die stattliche Anzahl von 43 Jägern auf freiwilliger Basis die Zeit nahm, sich für die Aufwertung und Pflege des Lebensraumes des Wildes einzusetzen. Es zeigt, dass es den Innerrhoder Jägern ernst ist, ihren Beitrag zur Problemlösung zu leisten.