Haslen
Pascal Breu

Grosses Kinoerlebnis in Haslen

Kinostimmung verbreitete sich in der Mehrzweckhalle Haslen. Dem auf Kinder zugeschnittenen Filmnachmittag folgte ein Kinoabend für Erwachsene: gezeigt wurde der Kinohit «Die göttliche Ordnung».

  • Das ist die Legende
    Letzte Gespräche vor dem Filmstart. (Bild: Geri Breu)

Filmunterricht in der Schule ist dem Verein «Roadmovie» sehr wichtig. Ebenso dem Bund und den Kantonen, die das Projekt «Kino-Tag» auf dem Land unterstützen. So wird jeweils am Nachmittag für die Primarschule ein moderiertes und altersgerecht zusammengestelltes Filmprogramm angeboten. Gezeigt wird eine Auswahl von Schweizer Kurzfilmen mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern das Medium Film näher zu bringen. Die Filmauswahl erfolgt durch Roadmovie nach pädagogischen Gesichtspunkten. In Haslen waren es am Freitag rund 120 Mädchen und Buben, die den Filmnachmittag geniessen konnten. Nebst den Dritt- bis Sechstklässlern von Schlatt und Haslen nahmen auch die Schüler von Steinegg und Meistersrüte die Einladung zu diesem besonderen Anlass an. Nach der «Popcorn»-Pause bekam das junge Publikum durch die spezielle Videoübertragung die Funktion eines 35mm-Filmprojektors erklärt.

Der Abend gehörte den Erwachsenen: Gezeigt wurde der Schweizer Film «Die göttliche Ordnung». Dieser Film handelt über das Frauenstimmrecht und wurde während 30 Filmtagen vorwiegend im Appenzellerland gedreht. Erstaunlich wird die Rolle der Frau, die sie vor dem Frauenstimmrecht einnahm dargestellt. Nach der Vorführung des Filmes erzählten Finn Sutter, 13-jähriger Schauspieler aus Herisau, der den älteren Sohn spielte und Jessica Hefti, zuständig für Casting Statisten & Oldimter über ihre Arbeit. Zusätzlich wurde der Hasler Lehrer Hans Fässler auf die Bühne gebeten, spielte er doch gleich selber als Statist mit. «Ich wollte einmal hinter die Kulissen schauen und erfahren, wie ein Filmdreh abläuft», erzählte er. Die Schlussszene in der Kirche ist ihm dabei besonders in Erinnerung geblieben. «Wir sassen einen ganzen Tag in dieser Kirche, nach jeder Pause mussten unsere Outfits wieder überprüft werden – da ein Knopf zumachen, dort die Haare etwas richten, dies alles um Kontinuitätsfehler zu vermeiden. Für die wenigen Minuten Filmmaterial war ein enormer Aufwand nötig». Natürlich bot sich auch am Abend die Gelegenheit, den Filmgästen Fragen zu stellen. In der grossen Runde hielten sich diese allerdings in Grenzen, dafür nutzten etliche die Gelegenheit für ein Gespräch im kleineren Rahmen an der Bar.