Schönengrund
DIS

Grossbrand in Schönengrund – der Bevölkerungsschutz hat geübt

Mehrere Wohnhäuser und ein Landwirtschaftsbetrieb standen in Flammen. Menschen und Tiere mussten evakuiert werden, es gab Verletzte, und dazu kam noch ein Verkehrsunfall. Die Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutzes übten am vergangenen Dienstagabend in Schönengrund die Zusammenarbeit im Grossereignis.

  • Das ist die Legende
    Die Feuerwehr rückte mit schwerem Gerät im Dorfzentrum von Schönengrund ein.
  • Das ist die Legende
    Rapport der Einsatzleitung: Bei einem Grossereignis ist der Koordinationsbedarf hoch.
  • Das ist die Legende
    Grosseinsatz im Dorf Schönengrund. (Bilder: Detlev Eberhard)

Die Übung des Bevölkerungsschutzes begann um 20 Uhr mit der Alarmierung der Feuerwehr Neckertal. Rasch wurde dem Einsatzleiter vor Ort klar, dass sich der angenommene Brand eines Hauses im Oberdorf schon auf ein zweites Gebäude ausgeweitet hatte. Die Strasse vom Dorfzentrum bis zum Weiler Bächli musste gesperrt werden. Wegen des starken Windes waren noch weitere Liegenschaften bedroht. Zur Verstärkung wurden zusätzlich Equipen der Feuerwehren Urnäsch und Wattwil aufgeboten. Die Polizei übernahm mit ihrem Einsatzleitfahrzeug die Gesamteinsatzleitung.

Der Rettungsdienst des Ausserrhoder Spitalverbundes kümmerte sich zusammen mit den Feuerwehrsanitätern um die Verletzten, die Samariter betreuten die Evakuierten an der Sammelstelle im Mehrzweckgebäude. Besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte: Zusätzlich zu den Bränden musste wegen eines gestellten Unfalls mit zwei Personenwagen eine Strassenrettung mit mehreren eingeklemmten Insassen durchgeführt werden. Und aus einem Bauernhof galt es nicht nur die Bewohner, sondern auch die Tiere zu evakuieren.

Der Spuk im Dorf Schönengrund dauerte rund anderthalb Stunden, dann zogen sich die Einsatzkräfte nach getaner Arbeit und mit wertvollen Erkenntnissen wieder zurück. Der Gesamteinsatzleiter der Polizei übergab die Koordination der weiteren Massnahmen in die Verantwortung des Gemeindeführungsstabes. Dieser hatte in der Zwischenzeit einen Führungsstandort bezogen und führte dort eine Analyse der verbleibenden Problemstellungen durch, die sich für die Gemeinde ergeben.

Insgesamt waren rund 200 Personen aus acht Organisationen des Bevölkerungsschutzes im Einsatz. Die Bilanz der Übungsleitung fällt durchwegs positiv aus. Das Zusammenwirken hat gut funktioniert. Die Übung machte anschaulich, wie viel bei einem Grossereignis auf die Einsatzkräfte und insbesondere auf deren Führung zukommt.