Appenzell
H9

«Grösste Abkürzung der Alpennordseite»

«Ziviler Ungehorsam» in Appenzell: Holdes Glück denjenigen, die ein schmales Auto fahren.

  • Das ist die Legende
    «Zivile Ungehorsamkeit 1»: Am 18. April 2017 um 11.08 Uhr. (Bild: H9)
  • Das ist die Legende
    «Zivile Ungehorsamkeit 2»: Am 18. April 2017 um 11.08 Uhr. (Bild: H9)
  • Das ist die Legende
    Vor fast einem halben Jahr, am 24. Oktober 2016, wurden die ersten Pfähle und eine Fahrverbotstafel gesetzt. Letztere wurde wieder entfernt. (Bild: H9)
  • Das ist die Legende
    Am 27.Februar 2017 wurden wie im Grossen Rat angekündigt, die Ketten montiert (Bild: H9)
  • Das ist die Legende
    Ab 24.Oktober 2016 stand auf der Ostseite der Pfahlreihe ein Fahrverbotsschild für Motorfahrzeuge. Es wurde wieder entfernt. Hingegen wurde zwischen 22. November 2016 und Mitte Februar 2017 die Zahl der Pfähle sukzessive ergänzt. (Bilder: H9)
  • Das ist die Legende
  • Das ist die Legende

Was am 24. Oktober 2016 mit der Montage erster Pfähle und einer Fahrverbotstafel begann, am 22. November mit dem Bohren eines weiteren Loches für einen Pfahl zwischen den beiden «Rollstuhl-Parkfeldern» weitergeführt und in der ersten Februarhälfte mit einem weiteren Pfahl beim Landsgemeindebrunnen «perfektioniert» wurde, endete Ende Februar mit dem Spannen von zehn Ketten zwischen den elf Pfählen.

Es ist nicht verboten, aber bestimmt nicht im Sinne von Landesfähnrich Martin Bürki (Vorsteher des Justiz-, Polizei- und Militärdepartementes), dass Fahrzeughalter mit schmalen Autos weiterhin den Landsgemeindeplatz als «Abkürzung» nutzen.

So leisteten sich am Osterdienstag gleich zwei Automobilisten (einer mit Innerrhoder-, eine mit St. Galler-Kennzeichen) im Abstand von weniger als einer Minute eine «zivile Ungehorsamkeit». Beide mieden den Umweg von der «unteren» Seite des Landsgemeindeplatzes zur «oberen» beim Hotel Appenzell über die Blattenheimatstrasse.