Appenzell - Radsport
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Einmal Hölle und zurück...

... das ist jeweils das Motto für die Extremstrecke an der Salzkammergut Mountainbike Trophy in Bad Goisern. Mit folgenden Eckdaten hat sie das Prädikat «Extrem» locker verdient: nämlich mit 211 Kilometern und 7119 Höhenmetern gehört dieser Wettkampf zu den längsten und härtesten Mtb-Marathon in Europa. Mit am Start waren somit auch Topfahrer wie der Schweizer Profi Konny Looser und der spanische Meister Joseba Lizaso. Für diese zwei waren die mehr als 200 Kilometer nicht genug um eine Entscheidung herbei zu führen, so dass sich Konny Looser erst im Sprint nach 10 Stunden und 24 Minuten den Sieg sichern konnte. Insgesamt waren über verschiedene Strecken mehr als 5000 Teilnehmer am Start und trotzten den kalten und regnerischen Bedingungen.

  • Das ist die Legende
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Aus dem Danis Bike Team waren sechs topmotivierte Rennfahrer zu diesem Abenteuer angereist. Tom Giger und Roli Langenegger nahmen die etwas kürzere Strecke mit 120 Kilometer und 3800 Höhenmetern in Angriff. Auf die Extremstrecke machten sich pünktlich um 5 Uhr bei stärkstem Dauerregen Dani Räss, Hampi Hörler, Stefan Inauen und Roman Dietrich. Jeder schlug sein persönliches Tempo an, dieser Tag sollte noch lange werden… Hampi, als Dieselmotor bekannt, rollte das Feld von hinten auf, während Roman ein ziemlich hohes Tempo versuchte und sich kurz nach der Spitze einordnete. Stefan lag bis zur Hälfte noch vor Dani, welcher sein Rennen perfekt einteilte… ein alter Fuchs halt! Immer noch bei Regen starteten Roli und Tom um 9 Uhr auf ihr Abenteuer und pushten sich über die Strecke für ihre Bestleistung. Als Zusatzmotivation für Roli galt, dass er nicht von einem der vier «Extremstarter» überholt werden wollte… auch dieses Ziel sollte er erreichen… Bei Rennhälfte standen die Frauen der Fahrer als Betreuung und versorgten diese mit Nahrung für die restlichen Anstrengungen, bzw. nahmen die Regenkleidung ab, da sich das Wetter langsam besserte. Obwohl Roman schon relativ früh zum Treffpunkt kam waren die Damen bereit und konzentriert, jedoch auf die falschen in Regenkleidung und mit Dreck verhüllten Fahrer, und verpassten den ersten Appenzeller! Bei den restlichen fünf Rennfahrern klappte die Verpflegung dann bestens. Mittlerweile war der Wettkampf schon während Stunden im Gange und top organisiert, womit auch die Verpflegungspanne kein Problem darstellte, da sich die offiziellen Verpflegungsstellen als regelrechtes Schlaraffenland präsentierten… wohl auch dem steigenden Appetit auf Salziges oder Süsses geschuldet. Mit dem zweitletzten Berg wartete neben dem höchsten Punkt des Tages auch ein extrem steiler Anstieg mit angekündigten dreissig Steigungsprozent. Am Vortag glaubte man noch an einen Messfehler der Österreicher… Anfänglichen elf steilen Kehren auf dem Wanderweg folgte die erste richtige Rampe mit zahlreichen Fans und dem Streckenspeaker, welcher die leidenden Fahrer hinauf jagte und Roman erstmals mitteilte, dass er auf dem sechsten Zwischenrang liege! Trotz dieser Motivation kam die nächste Rampe so steil, dass den meisten die Kraft ausging um zu fahren. Tom dachte: kein Problem und fuhr mit einem Grinsen hoch und Hampi meinte nach dem Rennen, dass er keine Alternative hatte, da er nach einem Trainingssturz beim Gehen Schmerzen verspüre: «Also musste ich ja fahren…» Hut ab! Nach 6.59 Stunden kam der als Topläufer bekannte Roli Langenegger als 142. ins Ziel, worauf Tom Giger mit 7.53 Stunden als 347. folgte - beides Topleistungen! Roman Dietrich konnte eine absolute Topleistung abrufen und fuhr nach 11.04 Stunden als 7. Gesamt über die Ziellinie. Dani Räss war nur wenig länger unterwegs und wurde mit 11.44 Stunden mit dem guten 17. Rang belohnt. Stefan verlor noch ein wenig Zeit durch einen Sturz bei einem Überholmanöver. Er wurde mit 12.04 Stunden ebenfalls guter 28. Hampi Hörler rundete das super Ergebnis aus Appenzeller Sicht in 13.36 Stunden auf dem 114. Rang ab - ebenfalls eine absolute Topzeit! Trotz den sehr miesen Wetterbedingungen starteten 783 «Wahnsinnige» auf die lange Strecke, wovon 504 das Ziel erreichten und nicht einem Defekt, Erschöpfung oder dem Zeitlimit zum Opfer fielen.

Ein Highlight war noch der Sieg in der Teamwertung, welcher durch die guten Leistungen auf der «Extremstrecke»  vom Danis Bike Team mit einem Bier gefeiert wurde!