Lutzenberg
Cony Künzler

Der Samariterverein Lutzenberg-Wienacht auf Reisen

Wenn Engel reisen, lacht die Sonne, sagt man. Vergangenen Sonntag machten sich die Mitglieder des Samaritervereins Lutzenberg-Wienacht mit ihren Familienangehörigen auf den diesjährigen Vereinsausflug.

  • Das ist die Legende
    Im Walserdörfli St.Martin. (Bilder: zVg)
  • Das ist die Legende
    Gruppenbild auf der Staumauer.

Die Reise führte via Bad Ragaz nach Pfäfers und von dort über die imposante, letztes Jahr eröffnete Taminabrücke nach Valens. Weiter ging es das Taminatal einwärts bis nach Vättis, wo man ins Calfeisental einbog. Auf der Staumauer des Gigerwaldsees startete eine Wanderung. Froh gelaunt zog man los, die frische Bergluft geniessend. In rund einer Stunde ging es entlang des Stausees und durch einige Tunnels bis zur Walsersiedlung St.Martin im südlichsten Winkel des Kantons St.Gallen. Nach dem Essen erfuhr man von Wirt André Riehle Interessantes über die Geschichte dieses kleinen Dörfchens. Bevölkert wurde es von den Walsern Anfang des 14. Jahrhunderts, als diese von ihren einstigen Höfen über das Trinser Fürggli ins Calfeisental kamen und dieses so von oben nach unten besiedelten. Es entstand eine Kolonie von rund hundert Personen. Das Kirchlein wurde 1312 erbaut. Mitte des 16. Jahrhunderts begann aber bereits die grosse Abwanderung der Walser Richtung Bündner Herrschaft, bis nur noch der Mesmer mit seiner Familie ansässig war. Im 17. Jahrhundert wurde St.Martin aufgegeben, weil die Winter immer rauer wurden. Seither diente St.Martin nur noch als Sommergut und wurde wieder zur Alp. Mit dem Bau des Stausees Gigerwald in den 1970er-Jahren wurde das vergessene Tal wieder zugänglicher.

Mit tollen Eindrücken machte man sich dem See entlang auf den Rückweg. Auf der Staumauer wurde das obligate Gruppenbild gemacht. Nach einer kurzen Fahrt gab es im Restaurant Gigerwald am Fusse der Staumauer noch Glacé. Gegen 17 Uhr machte man sich auf den Weg zurück ins Appenzeller Vorderland.