Appenzell - Unihockey
UHA/rj

Dank einem starken Mitteldrittel zum Sieg

Am Samstag machte sich das Damen-1-Team des UH Appenzell auf den Weg in das ferne Sarnen.

  • Das ist die Legende
    Melanie Born in Aktion. (Bild: zVg)

Für den UHA war bereits vor dem Ankommen klar, dass sie unbedingt mit drei Punkten nach Hause reisen wollten, damit die fünf Stunden Carfahrt nicht «umsonst» waren.

Der Anfang des Spiels zeigte jedoch eine ganz andere Facette auf. Während die Appenzellerinnen nur halb wach auf dem Platz standen, nutzten die Spielerinnen von Ad Astra Sarnen bereits nach 57 Sekunden ihre erste Chance und gingen in Führung. Man solltedenken, dieses hätte gereicht um aufzuwachen – falsch gedacht. Und so stand es nach knappen 5 Minuten bereits 2:0. Die Damen des UHA wurden nun endlich jäh aus ihren weiten Träumen zurück in die Realität geholt und konnten durch die nötigen Worte des Trainerduos bis Ende des ersten Drittel den Ausgleich (3:3) erspielen. In der Pause wurde allen bewusst, dass sich dieser, man kann durchaus sagen «katastrophale» Anfang nicht wiederholen durfte. Ansonsten würde die lange Heimreise äusserst unangenehm. Gesagt getan, lautete das Motto im Drittel. Der UHA zeigte sein bestes Unihockey. Saubere Pässe, ausgespielte Chancen, konsequente defensive Arbeit sowie Wille und Biss dieses Spiel zu gewinnen. Das Ergebnis: 8:3 nach 40 gespielten Minuten. So gingen die Appenzellerinnen mit motivierten und überaus glücklichen Gesichtern in die zweite Pause. Die Worte der beiden Trainer bildeten jedoch die Wahrheit ab: Der Sieg war noch weit entfernt. Es war an der Zeit, Ruhe zu bewahren und nicht in die «ach so bekannte» Euphorie zu fallen. Leichter gesagt als getan, lautete das Motto des letzten Drittel. Obwohl die Appenzellerinnen das Resultat noch um ein weiteres Tor erhöhen konnten, gaben die Sarnerinnen nicht auf. Aufgrund vermehrter Fehlpässe, unsauberer Arbeit in der Defensive sowie überhasteter Spielzüge auf Seiten des UHA, kamen die Spielerinnen von Obwalden zu zwei weiteren Toren. Man kann von Glück reden, dass das Spiel nur noch fünf Minuten dauerte, als die Anzeigetafel plötzlich 5:9 anzeigte. Nur mit Mühe gelang es den Appenzellerinnen Chancen zu kreieren und doch verwerteten sie keine mehr. Das Powerplay, welches in der 57. Minute zugunsten von Ad Astra Sarnen ausgesprochen wurde, konnte kurz vor Abpfiff ebenfalls noch erfolgreich genutzt werden.
Das Ergebnis lautete schliesslich trotzdem 6:9 für die Spielerinnen aus Appenzell und so konnten die Damen, trotz schlechtem Start und Nichterfüllen der Vorsätze für das letzte Drittel die Heimfahrt mit drei weiteren Punkten antreten. Ein Sieg ist schliesslich ein Sieg, und wenn man bloss die mittleren 20 Minuten betrachtet, so kann man durchaus von einem sehr erfolgreichen Samstag reden.