Gonten, Trogen
Michael Schirmer

Brassband MG Trogen holt Doppelsieg in Gonten

Die Brassband MG Trogen hat am Show-Musik-Wettbewerb in Gonten vom Samstag, 2. Juni, abgeräumt. Der Verein erlangte sowohl in der Kategorie «Show» als auch in der Gesamtwertung den ersten Rang von 11 teilnehmenden Vereinen.

  • Das ist die Legende
    Freude über den Doppelsieg. (Bild: zVg)

Zum 100-jährigen Bestehen der Bürgermusik Gonten wurde am ersten Juniwochenende ein Musik- und Show-Wettbewerb organisiert. Die Brassband MG Trogen konnte sich an diesem in beiden Kategorien durchsetzen. In der Kategorie «Show» gewann der Verein mit 58 von 60 Punkten vor der Musig Gähwil mit 54,5 und dem Musikverein Speicher mit 50 Punkten.
In der zweiten Kategorie wurde zur Show auch die musikalische Qualität beurteilt. Hier gefiel der Jury insbesondere die Rhythmik, die ausgeglichene Tonkultur und die Interpretation der Stücke. Das gewählte Programm war anspruchsvoll gewählt und forderte viel von den rund 25 Musikantinnen und Musikanten. Zu den bekannten Stücken gehörte «Music» von John Miles, Galop von Johann Strauss, Three Kings Swing von William Himes und Rise like a Phoenix, dem Siegersong des Eurovision Song Contest von 2014 gesungen von Conchita Wurst und in Gonten mit Gesang vorgetragen von der Brassband MG Trogen. Insgesamt erreichte die Band in der Gesamtwertung 162 von 180 Punkten. Auf Rang zwei folgte der Musikverein Herisau mit 150 Punkten und auf Rang drei die Musig Gähwil mit 149,5 Punkten.
Im Show-Programm der Brassband aus Trogen ging es um eine öffentliche Probe. Diese lief unter der strengen Leitung des Maestros nach einem definierten Schema ab. In gleichem Rythmus Noten zu wechseln oder gemeinsam Kondenswasser aus den Instrumenten zu lassen gehörte zum eingeübten Ablauf. Dieser wurde jedoch immer wieder unterbrochen. So zum Beispiel durch Misstöne in den eigenen Reihen bei denen der Dirigent mehrmals eine Repetition einfordern musste, einer aufsässigen Biene, die einen Rhythmus und auch die Tonlage und Lautstärke eines Stückes durcheinander brachte oder dem ungehorsam im Stück Galop, bei welchem der Dirigentenstab kurzzeitig mit einer Kutscherpeitsche ersetzt wurde, um die Band wieder antreiben zu können. Zum Schluss flogen die Partituren auf der Bühne umher und nur durch Zufall konnte der Schlussakkord aufgefunden werden und das Programm gerade noch rechtzeitig innerhalb der vorgegebenen 20 Minuten beendet werden. Für Schauspiel und Dramaturgie gabs dafür Höchstnoten.