Appenzellerland - Turnen
Stefan Roth

Appenzeller Top-Vereine glänzten an den Schweizermeisterschaften

Sieben Vereine aus dem Appenzellischen Turnverband traten an den Schweizermeisterschaften im Vereinsturnen (SMV) in Burgdorf in neun verschiedenen Disziplinen an. Die Teufnerinnen hatten zwei Titel zu verteidigen. Sie taten dies souverän, wo sie nicht frühzeitig disqualifiziert wurden. Der TV Wald trumpfte an den Schaukelringen auf.

  • Das ist die Legende
    Die Turnerinnen und Turner vom TV Wald, TV Teufen, Getu Waldstatt und von der Gym Stein 35+ erreichten den Finaldurchgang. Teufen wiederholte dabei den Vorjahressieg. (Bilder: Stefan Roth)
  • Das ist die Legende
    Die Gymnastinnen vom TV Teufen gewannen einen Titel und wurden in der zweiten Disziplin disqualifiziert.

Als erster Appenzeller Verein präsentierten die Gymnastikerinnen des TV Teufen ihre Bühnenvorführung den Wertungsrichtern. Als Titelverteidiger erhielten die sieben Teufnerinnen für ihre Fächerkür die Note 9.75, welche den zweiten Rang in der Vorrunde bedeutete. Ihre zweite Disziplin war eine Gymnastik ohne Handgeräte, ebenfalls auf der Gymnastikbühne. Auch hier gelang ihnen mit einer Note von 9.65 der Einzug in den Final als Vorrundendritte klar. Auch der STV Herisau startete in zwei Disziplinen. Als erstes turnten sie ihr Bodenprogramm. In einem sehr starken Teilnehmerfeld reichte ihre solid vorgetragene Übung für Rang 20. Für ihre Gerätekombination mit Boden und Stufenbarren erhielten die Herisauerinnen die Note 8.80, was ihnen den 18. Rang einbrachte.
Die Trampolinturnerinnen und -Turner des TV Schönengrund-Wald nahmen nach einem längeren Unterbruch wieder an einer SMV teil. Insgesamt schlichen sich zu viele kleine Fehler ein, so dass es nicht für den Finaleinzug reichte. Auch der DTV Wolfhalden wagte sich an die Schweizermeisterschaften. Mit einer Gymnastik Kleinfeld zappten sie sich durch verschiedene Fernsehprogramme und erreichten damit den zehnten Schlussrang. Schon seit einiger Zeit ein regelmässiger SM-Teilnehmer ist der TV Wald mit seinem Schaukelringprogramm. Mit der Note 9.50 qualifizierten sie sich sensationell und unerwartet für den Final vom Sonntag.
Als Titelverteidiger gingen die Steiner Gym35plus an den Start. Routiniert und mit viel Ausdruck überzeugten sie die Wertungsrichter von ihrem Programm und erreichten als zweitplatzierte den Finaleinzug problemlos. Als letztes Team kamen die Rhönradturnerinnen vom TV Waldstatt zu ihrem Einsatz. Mit einem völlig neuen Programm wagten sich die sechs Waldstätterinnen an die Titelverteidigung. Obwohl die Vorbereitungszeit nicht optimal verlief, präsentierten sie ihre Übung sauber und ohne grosse Fehler. Zu ihrer Überraschung gewannen sie die Vorrunde klar und durften vom vierten Titel in Serie träumen.
Der Sonntag verlief nicht für alle Appenzeller erfolgreich. Die Waldstätterinnen mussten am Morgen kurz nach neun Uhr als erste an den Start. Im Gegensatz zum Samstag lief es ihnen nicht mehr so gut. Zu viele Fehler schlichen sich ein und so mussten sie sich am Ende mit dem dritten Rang zufriedengeben. Einen noch schlechteren Start erwischten die Gymnastinnen des TV Teufen. Da sie die Leitersitzung am Morgen verpassten, wurden sie in der Disziplin Gymnastik Bühne im Voraus disqualifiziert. Auch die Steiner mussten im zweiten Block ziemlich früh an den Start. Da das Rasenfeld erst zur Hälfte in der Sonne lag, war die andere Hälfte noch ziemlich rutschig. Trotzdem steigerten sie ihre Vorrundennote 9.86 und erreichten damit den zweiten Schlussrang.
Als letztes Team am Vormittag startete der TV Wald an den Schaukelringen. Vor herrlicher Kulisse unter freiem Himmel zeigten sie eine sehr starke Leistung. Mit einer Note von 9.59 verpassten sie das Podest nur hauchdünn. Doch in diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld darf der vierte Rang als kleine Sensation angesehen werden.
Am Nachmittag, im dritten Finalblock, konnte der TV Teufen seinen Lapsus vom Morgen wieder vergessen lassen. Top motiviert und zu allem bereit, traten sie mit ihren Fächern vor Wertungsgericht und Zuschauer. Mit einer sehr hohen Note von 9.91 gelang ihnen souverän die Titelverteidigung.