Appenzellerland
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Appenzeller Tierschutzverein sucht Lösung für Igel

Am letzten Samstag führte der Appenzeller Tierschutzverein in Teufen seine Hauptversammlung durch. Es läuft alles rund - einzig für Igel in Not wird nach einer Bleibe gesucht.

  • Das ist die Legende
    (Symbolbild: bigstock)

Nachdem letzten Herbst die Ostschweizer Igelmutter Rosmarie Schmitz gestorben ist, hat der Appenzeller Tierschutzverein Mühe, die Igel aus seinem Vereinsgebiet adäquat unterzubringen. Schmitz hatte die Igelstation in Kreuzlingen Jahre lang mit grossem Fachwissen und Herzblut geleitet. Jährlich betreute die Fachfrau 300 bis 400 Igel aus dem Thurgau, St.Gallen, dem Toggenburg und dem Appenzellerland - aus letzterem rund 50 bis 60 Tiere im Jahr. Andere Igelstationen waren durch den Ausfall der Station in Kreuzlingen schnell überfüllt. Einen Ersatz für Rosmarie Schmitz zu finden gestaltet sich schwierig. Igel sind Wildtiere und dürfen nicht von Privatpersonen gehalten und gepflegt werden, dafür braucht es eine Bewilligung. Vorstandsmitglieder des Appenzeller Tierschutzvereins und des Tierschutzvereins Toggenburg haben sich letzten Winter getroffen, um nach einer Lösung zu suchen. Eine gelernte Tierpflegerin mit Bauernhof in Brunnadern hat inzwischen Bereitschaft signalisiert, eine Igelstation aufzubauen. Allerdings braucht sie für entsprechende Umbauten auf ihrem Hof eine Baubewilligung und zudem die erwähnte Erlaubnis zur Haltung von Wildtieren. So wie es derzeit aussieht, wird dies noch über ein Jahr dauern und kommt frühestens 2019 zustande. Die Versammlung genehmigte den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2017 - sie schliesst mit einem Gewinn von gut 28000 Franken ab - einstimmig.