Herisau
gk

Angebote von Selewie in die Gemeinde integrieren

Der Gemeinderat bringt dem Einwohnerrat am 6. Dezember seine Pläne bezüglich des Präventions- und Integrationsprojekts «Selewie» zur Kenntnis. Das Projekt war nach Problemen unter anderem im Quartier Wilen 2010 lanciert worden. Daraufhin beruhigte sich die Lage spürbar und nachhaltig. Treibende Kraft war der eigens gegründete Verein Selewie.

  • Das ist die Legende
    (Symbolbild: Bigstock)

In der Folge leistete Selewie einen wichtigen Beitrag, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung, insbesondere benachteiligter Herisauerinnen und Herisauer, zu verbessern, Ausgrenzung und Stigmatisierung zu minimieren sowie die soziale Teilhabe zu fördern und die Integration im Dorf zu verbessern. Der Verein erhielt ab 2010 jährlich 85‘000 Franken von der Gemeinde, ab 2013/14 dann 100‘000 Franken.

Da die Leistungsvereinbarung Mitte 2018 ausläuft, hat der Gemeinderat im Auftrag des Einwohnerrats ein Grundlagenpapier erarbeitet, das die Einbettung von Selewie in die kommunale Strategie für den öffentlichen Raum und die Jugendarbeit aufzeigt.

Nach eingehender Analyse, konzeptioneller Überarbeitung des Angebots und Rücksprache mit dem Verein Selewie hat der Gemeinderat den Grundsatzentscheid gefällt, die Präventions- und Integrationsangebote ab Juli 2018 in die Gemeindeverwaltung zu integrieren. Die daraus resultierenden Aufwendungen sollen im Rahmen des Budgets 2018 bewilligt werden, über das der Einwohnerrat ebenfalls an der Sitzung vom 6. Dezember befinden wird. Die jährlichen Kosten sind auf insgesamt 150‘000 veranschlagt. Dies entspricht in etwa den Ausgaben, welche für eine Weiterführung der Leistungsvereinbarung angefallen wären.